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Partnerschaft und Sexualität -
Verhütung von A-Z
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Spirale als VerhütungsmittelDie Spirale ist eine beliebte Form der Empfängnisverhütung. Der Pearl-Index wird mit 0,9 und 3 beziffert. Die Spirale wird vor allem von Frauen bevorzugt, die bereits eine Entbindung hatten. Bei Frauen, die noch kein Kind entbunden haben, kann die Spirale starke, wehenartige Schmerzen im Unterleib auslösen.
Was ist eine Spirale? Eine Spirale besteht, je nach Modell aus einem T-Stück aus Kunststoff, das mit feinem Kupferdraht umwickelt wird. Der Kupferdraht gibt nach und nach Kupfer-Ione frei, die eine Reaktion an der Gebärmutterschleimhaut auslöst, ähnlich einer entzündlichen Reaktion. Darin besteht auch die verhütende Wirkung der Spirale. So
werden Spermien daran gehindert, zu der Eizelle zu gelangen. Geschieht dies trotzdem, kann sich das befruchtete Ei nicht in die Gebärmutterschleimhaut einnisten.
Neben der Kupfer-Kunststoff-Spirale gibt es auch noch die Hormonspirale. Hier wird das Kupfer durch ein Gestagen-Depot ersetzt, die nach und nach abgegeben wird, um die Empfängnisverhütende Wirkung zu gewährleisten. Eine Spirale wird vom Gynäkologen, im Zuge einer gewöhnlichen Untersuchung eingesetzt. Zum Positionieren der Spirale wird eine spezielle Einführhülse verwendet. Hiermit wird die Spirale in die Gebärmutter vorgeschoben und positioniert. Am anderen Ende befindet sich ein Faden, der zur Entfernung, sowie zur Positionskontrolle dient.
Spirale Einsetzen Der ideale Zeitpunkt für das Einsetzen einer Spirale sind die letzten Tage der Monatsblutung, oder die ersten Tage danach. Auch nach einem Schwangerschaftsabbruch kann man die Spirale einsetzen lassen. Der Eingriff dauert nur wenige Sekunden, ist jedoch mit mittelstarken, wehenartigen Schmerzen verbunden. Dem kann man entgegenwirken, in dem man kurz vor dem Arzttermin eine Schmerztablette einnimmt.
Man sollte auch darauf achten, dass beim Eingriff die Beckenmuskulatur vollkommen entspannt ist. Häufig kommt die Frage auf, ob man die Spirale beim Geschlechtsverkehr spürt. Die Antwort hierauf ist im Allgemeinen: nein. Nach einer Geburt sollte man unbedingt 8 Wochen abwarten, bevor man eine Spirale einsetzen lässt. Diese Zeit benötigt die Gebärmutter nach der Entbindung, um ihre ursprüngliche Größe wieder zu erlangen. Erst dann kann die Spirale richtig sitzen. Bei einigen Frauen passiert es, dass die Spirale herausrutscht. Ist dies der Fall, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es ist immer besser, wenn die Entfernung der Spirale von einem erfahrenen Gynäkologen durchgeführt wird.
Spirale danach? Die Spirale kann auch als Notfallverhütung eingesetzt werden. Spätestens 5 Tage nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr kann man die Spirale einsetzen lassen. Dadurch wird verhindert, dass sich die Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnisten kann.
Nebenwirkungen Da die Spirale ein Fremdkörper ist, ist der Einsatz auch mit möglichen Nebenwirkungen verbunden. Manche Frauen haben gar keine Nebenwirkungen, manch andere haben mit diversen Beschwerden zu kämpfen. Solche Beschwerden können sein: Unterleibsschmerzen, Zwischenblutungen, vermehrt Ausfluss, Pilzinfektionen. Eine Pilzinfektion wird durch den Faden begünstigt, da diese sich in der Scheide, aber außerhalb der Gebärmutter befindet. Keime und Pilze können sich an den Faden haften, und da diese eine direkte Verbindung zwischen Scheide und Gebärmutterhals bildet, wird eine Infektion unter Umständen begünstigt.
Weitere Nebenwirkungen sind stärkere und länger anhaltende Monatsblutungen. Man sollte bedenken, dass auch die Spirale keine 100%ige Sicherheit bieten kann. Im Falle einer vermeintlichen Schwangerschaft ist unverzüglich ein Arzt zu konsultieren. Die Spirale wird entfernt.
Spirale entfernen lassen ... Der Entfernung der Spirale folgt leider in manchen Fällen auch eine Fehlgeburt. Eine Kontrolle, ob die Spirale richtig sitzt, sollte in den ersten Monaten, nach den Regelblutungen durch den Arzt erfolgen. Man kann die Position der Spirale jedoch auch selbst fühlen, durch den kurzen Faden in der Scheide. Auch beim Einsetzen der Spirale können Komplikationen auftreten. Die Gebärmutter kann verletzt werden. Solche Komplikationen sind jedoch sehr selten. Die Wirkung einer Spirale hält etwa drei bis fünf Jahre, je nach Modell.
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