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Kalendermethode (Knaus-Ogino-Methode)
Partnerschaft und Sexualität - Verhütung von A-Z

Kalendermethode (Knaus-Ogino-Methode)

Die Kalendermethode gehört zu den natürlichen Verhütungsmethoden, auch als „Tage zählen“ bekannt. Diese Methode ist jedoch sehr unsicher. Der Pearl-Index bei dieser Verhütungsmethode wird mit 9 beziffert. Der Pearl-Index zeigt an, wie viele von 100 Frauen ungewollt schwanger geworden sind, die ein Jahr lang diese Methode angewendet haben.

Doch wie funktioniert die Kalendermethode?
Durch peinlichst genau geführte Protokolle der vergangenen Zyklen kann man in etwa die fruchtbaren Tage bestimmen. Das wären dann die Tage, wo man auf Geschlechtsverkehr verzichten sollte (oder mit Kondomen verhüten), damit eine Schwangerschaft ausbleibt. Doch wie gesagt, diese Tage werden nur
in etwa bestimmt, also kann man es nicht mit Sicherheit sagen, welche Tage es wirklich sind. Die fruchtbarsten Tage sind etwa 12 bis 16 Tage vor der nächsten Monatsblutung. Viele Frauen gehen jedoch davon aus, dass diese Zeit 14 Tage nach der vorherigen Monatsblutung liegt

Hiermit wären alle Berechnungen falsch, ein Misserfolg wäre somit vorprogrammiert.

Wenn man also doch die Kalendermethode zur Verhütung anwenden möchte, müsste man sich genauestens darüber informieren. Stellt sich natürlich die Frage, was macht diese Methode denn so sehr unsicher? Dies ist leicht erklärt. Der Menstruationszyklus einer Frau wird durch Hormone beeinflusst. Auch, wenn ein Zyklus regelmäßig verläuft, können unterschiedliche Einflüsse den Verlauf verändern. Gefühlsschwankungen, Umwelteinflüsse, Stress, Medikamente, und noch einige diese Einflüsse können den Hormonhaushalt in irgendeiner Hinsicht „durcheinander bringen“.

Die Monatsblutung kommt zwar weiterhin pünktlich, doch die Hormonkonzentration kann sich jederzeit verändern. Allein dieser Umstand macht die Kalendermethode sowohl als Verhütungsmethode, als auch als Familienplanungsmethode unsicher. Falls man sich doch für diese Methode entscheiden möchte, muss man bereits im Vorfeld großes Verantwortungsbewusstsein und Disziplin beweisen. Bevor man überhaupt soweit ist, dass man selbst in etwa die fruchtbaren Tage bestimmen kann, muss man den Zyklus 6 Monate lang genauestens beobachten. Peinlich genau muss alles in einem Kalender protokolliert werden.

Gerechnet werden die Tage, die zwischen den Blutungen liegen. Diese müssen in diesen 6 Monaten exakt notiert werden um den kürzesten und den längsten Intervall bestimmen zu können. Der Unterschied zwischen den kürzesten und den längsten Intervallen zeigt unterschiedliche Zeitspannen. Diese können sich über mehrere Tage erstrecken. Die Kalendermethode erfordert nicht nur Kontinuität, sondern auch ein enormes Maß an Selbstdisziplin. Muss man hier doch bedenken, dass man über einen längeren Zeitraum auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden muss, es sei denn, man kombiniert diese Methode mit anderen (z.B. Kondome) Verhütungsmethoden.
 
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