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Antibabypille (Die Pille) |
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Partnerschaft und Sexualität -
Verhütung von A-Z
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Antibabypille - Pille
Bei korrekter Anwendung gilt die Pille als die sicherste Empfängnisverhütungsmethode. Einziger Nachteil der Pille ist, dass sie gar keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bietet. Die zusätzliche Anwendung von Kondomen wird also empfohlen, vor allem, wenn man seinen Sexualpartner wechselt.
Einnahme der Antibabypille Die Pille bietet sich als Möglichkeit für die meisten Frauen, die eine ungewollte Schwangerschaft vermeiden wollen. Damit die Pille auch wirkt, muss sie täglich zur gleichen Zeit eingenommen werden. Die optimale Zeit ist abends vor dem Zubettgehen. Die meisten Frauen haben ihre Pillenpackung neben dem Bett auf dem Nachtkästchen stehen. Da
fällt schon mal der Blick darauf, wenn man sich zur Nachtruhe begibt.
Wirkung der Pille Wie wirkt die Pille? Die Wirkstoffe der Pillen sind Hormone. Östrogene und Gestagene in einem ausgewogenen Verhältnis. Ihre Funktion liegt darin, den Eisprung zu unterdrücken und gleichzeitig die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen, genau so, wie in einem normalen Zyklus.
Zusätzlich wird auch die Konsistenz des Schleimpropfs am Muttermund verändert. Damit wird ein Eindringen der Spermien verhindert. Die Einphasenpille wird 21 Tage lang genommen. In dieser Zeit sorgen die Hormone für einen normalen Zyklusablauf. Nach 21 Tagen folgt eine siebentägige Pause. Da der Hormonzufuhr hier jäh unterbrochen wird, wird die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wieder abgestoßen.
Die Regelblutung setzt ein. Diese fällt in der Regel etwas schwächer aus, als bei Frauen, die die Pille nicht nehmen. Auch die sonst all zu gut bekannten Unterleibsschmerzen und andere unangenehme Auswirkungen bleiben meist aus. Das ist mitunter auch der Grund, warum sich viele Frauen für die Pille entscheiden.
Verträglichkeit der Antibabypille Bevor die Pille das erste Mal aufgeschrieben wird, sollte eine gynäkologische Untersuchung stattfinden. Bei dieser Untersuchung kann der Arzt bestimmen, welche Präparate, für die jeweilige Patientin am besten geeignet ist. Eine Verträglichkeit kann jedoch nicht garantiert werden. Sollten unangenehme Nebenwirkungen auftreten, sollte man unbedingt einen Arzt konsultieren. Einige Nebenwirkungen verschwinden nach einigen Monaten wieder von selbst. Bleiben diese Bestehen (Spannungsgefühl in der Brust z.B.) sollte man ein anderes Präparat in Betracht ziehen. Eine umfassende Beratung hierzu bekommt man immer beim behandelnden Gynäkologen. Viele Frauen unterbrechen den Zyklus nicht nach 21 Tagen, sondern nehmen die Pille einfach weiter.
Erst, wenn die übliche 3-Monatspackung aufgebraucht ist, legen sie eine siebentägige Pause ein. Es spricht weder etwas dafür, noch etwas dagegen. Solange hierbei keine Beschwerden auftreten, ist es kein Problem den Zyklus zu verlängern. Solche Zyklusverlängerungen können gerade im Urlaub von Nutzen sein, oder wenn man sonst starke Schmerzen während der Regelblutung hat.
Pille vergessen? Wann wirkt die Pille nicht? Natürlich dann nicht, wenn man sie vergisst, einzunehmen. Natürlich kann so was schon mal vorkommen. Kein Grund zur Panik. Die vergessene Pille einfach einnehmen, und am Abend dann wie gewöhnlich die nächste Pille aus der Packung einnehmen. Hier sollte jedoch beachtet werden, dass die vergessene Pille binnen 12 Stunden eingenommen werden sollte, damit der Schutz weiterhin gewährleistet sein kann.
Wenn man kurze Zeit nach der Einnahme der Pille unter schwerem Durchfall leidet, oder erbrochen hat, kann es passieren, dass man die eingenommene Pille wieder ausgeschieden hat. In so einem Fall kann es ratsam sein, eine weitere Pille einzunehmen, jedoch erst, wenn die Beschwerden abgeklungen sind.
Ein weiterer Vorteil der Pille ist, dass sie auch bei langjähriger Anwendung die Fruchtbarkeit nicht beeinflusst. Nach Absetzen der Pille kann man sofort schwanger werden. Sollte eine Schwangerschaft während der Pillenphase eintreten, hat dies keine negativen Auswirkungen auf das Fötus, auch dann nicht, wenn man die ganze Packung aufgebraucht hat, weil man nicht wusste, dass eine Schwangerschaft eingetreten ist.
Nebenwirkungen Zu den meist befürchteten Nebenwirkungen der Pille gehören Gewichtszunahme, sowie Migräneanfälle während der Regelblutung. Eine Gewichtszunahme ist nicht immer wirklich ein Überschuss an Gewicht. Bei manchen Präparaten kann das Gewebe bis zu drei kg Wasser einlagern. Manche andere Präparate wirken eher wassertreibend. Die Migräneanfälle werden vermutlich durch den plötzlichen Östrogenabfall ausgelöst. In diesem Fall könnte es helfen, wenn man die siebentägige Pause weglässt und den Zyklus verlängert. Frauen, die über 35 Jahre sind und rauchen, sollten nach Möglichkeit auf die Pille verzichten und sich über andere Verhütungsmöglichkeiten informieren. In dieser Konstellation steigt das Risiko für Thrombosen, Lungenembolie, Herzinfarkt und auch für Schlaganfall. Dieses Risiko sollte man nicht eingehen, es gibt neben der Pille noch andere, zuverlässige Verhütungsmethoden.
Eine Zeit lang kursierte das Gerücht, die Pille würde Krebserkrankungen begünstigen. Solche Gerüchte wurden bisher nicht mit Sicherheit bestätigt werden können. Andere Studien dagegen weisen eher darauf hin, dass die Pille vor Gebärmutterhalskrebs und vor Eierstockkrebs schützen soll. Allerdings liegen auch hier noch keine eindeutigen Ergebnisse vor.
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