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Partnerschaft und Sexualität -
Geschlechtskrankheiten und Infektionen
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Syphilis (Lues venerea)Syphilis wird durch ungeschützten Sex übertragen. Verursacher der Erkrankung ist das Bakterium Treponema pallidum. Syphilis gehört in Deutschland zu den meldepflichtigen Krankheiten.
Übertragung & Infektion Besonders gefährdet sind Personen, die ihren Sexualpartner häufig wechseln und ungeschützten Sex praktizieren. Die Ansteckung kann durch Vaginal-, Anal-, oder Oralverkehr erfolgen.
Besondere Risiken Mit Syphilis infizierte Schwangere können ihr Ungeborenes bereits während der Schwangerschaft über den Blutweg anstecken. Die angeborene Krankheit wird Syphilis connata genannt.
Die Krankheit führt im besten Fall zu einer Fehlgeburt, etwa im fünften Monat der Schwangerschaft. Kommt das Kind zur Welt,
hat es in der Regel schwere Missbildungen. Syphilis muss unbedingt behandelt werden. Ohne Behandlung kann es zu schweren Spätfolgen kommen.
Krankheitsverlauf & Symptome Dem Krankheitsverlauf werden vier Phasen zugeordnet. Die ersten beiden Phasen (Primär- und Sekundärstadium) nennt man in der Medizin Frühsyphilis, die beiden letzen (Tertiärstadium, und Neurolues) bezeichnet man als Spätsyphilis.
Zwischen dem zweiten und dritten Stadium kann eine latente Phase auftreten, während der die Krankheit zum Stillstand kommt, obwohl sich die Erreger immer noch im Körper befinden, dort jedoch keinerlei Beschwerden verursachen. Dieser Stillstand kann jederzeit unterbrochen werden, was danach kommt, sind die beiden Phasen der Spätsyphilis.
Das Primärstadium beginnt etwa drei bis vier Wochen nach der Ansteckung. An der Eintrittspforte (die Stelle, an der die Bakterien in die Haut eingedrungen sind) bildet sich ein schmerzloses Geschwür. Die Eintrittspforten können sich, je nach Sexualpraktiken bei der Ansteckung, am Penis, an den Schamlippen, in der Scheide, am After, im Enddarm, oder im Mund- und Rachenbereich befinden.
Das Besondere an diesem Geschwür ist, dass es eine farblose Flüssigkeit absondert, die jedoch enorme Mengen des Erregers beinhalten. Nach weiteren sieben bis vierzehn Tagen beginnen die benachbarten Lymphknoten anzuschwellen.
In dieser Phase spricht man auf eine Behandlung mit Antibiotika besonders gut an und diese Möglichkeit sollte man auch unbedingt nutzen. Das Sekundärstadium beginnt etwa acht Wochen nach der Ansteckung. Wurde keine Behandlung in der ersten Phase begonnen, kommt es nun zu weiteren Beschwerden, die einer Grippe ähnlich sind. Nun schwellen auch die Lymphknoten am gesamten Körper an.
Nach weiteren zwei Wochen kann sich ein Hautausschlag zeigen, die sich in Knötchen verwandeln. Diese Knötchen (Papeln) enthalten ebenfalls die infektiöse Flüssigkeit. Wird die Erkrankung spätestens jetzt nicht behandelt und es kommt zum Tertiärstadium meist einige Jahre nach der Ansteckung), ist die Krankheit jetzt schwer aufzuhalten.
Die Erreger haben sich nun im gesamten Körper ausgebreitet und befallen die inneren Organe. Im vierten Stadium kommt es zu schweren neurologischen Störungen. Bis zu diesem Zeitpunkt können jedoch auch gut 20 Jahre vergehen ab Ansteckung. Diese neurologischen Störungen können chronische Hirnentzündung, sowie Lähmungen verursachen.
Behandlung & Therapie Dank Penicillin ist es der Medizin möglich, Syphilis erfolgreich zu heilen. Penicillin ist hier das Mittel der Wahl. Die Behandlung dauert je nach Phase zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten. Bei Syphilis ist besonders wichtig, dass auch alle Sexualpartner, mit denen man sexuellen Kontakt gehabt hat, ebenfalls untersucht und behandelt werden. Vor Syphilis kann man sich mit Kondomen schützen. Allgemein kann man sagen, je eher man mit der Behandlung beginnt, umso besser sind die Prognosen. Auch wenn allein die Vermutung, an Syphilis erkrankt zu sein vielleicht peinlich und unangenehm ist, sollte man beim Auftreten der ersten Symptome sofort einen Arzt aufsuchen. Nur mit einer Behandlung, die in den ersten beiden Phasen der Krankheit beginnt, kann man auf eine vollkommene Heilung hoffen. Jede Behandlung, die erst in den letzten beiden Phasen beginnt, bringt eine ungünstige Prognose mit sich.
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