|
|
|
HIV / AIDS - Symptome, Behandlung |
|
Partnerschaft und Sexualität -
Geschlechtskrankheiten und Infektionen
|
HIV / AIDSAls HIV wird das AIDS auslösende Virus genannt. Die volle Bezeichnung dafür lautet Human Immunodeficiency Virus. AIDS ist die Abkürzung von Acquired ImmunoDeficiency Syndrome, was auf Deutsch soviel wie: Krankheitsbild der erworbenen Immunschwäche. Die Infektion selbst wird, wie auch das Virus HIV genannt. AIDS ist ein Stadium der Infektion, in dem die Patienten unter mehreren einzelnen Krankheiten leiden.
Infizierung & Übertragung Eine Infizierung kann auf unterschiedlichen Arten erfolgen. An sich ist niemand vor einer Infektion geschützt, jedoch gibt es bestimmte Personengruppen, die besonders gefährdet sind. So ist eine Infektion durch sexuellen Kontakt mit bereits infizierten
Sexualpartnern möglich (Analverkehr, vaginaler Geschlechtsverkehr, und Oralverkehr), aber auch auf anderen Wegen, wie durch infiziertes Blut, durch die Übertragung der Infektion von Mutter auf Kind, während der Geburt, durch die gemeinsame Nutzung von Nadeln, unter Drogensüchtigen. Die Infektion ist nicht übertragbar durch gemeinsame Nutzung von Toiletten, Handtüchern etc. Ebenso ist eine Infektion auszuschließen bei Händeschütteln, Küssen auf die Wange, Schweiß oder Tränenflüssigkeit. Gerade ungeschützter Sex birgt ein hohes Risiko, wobei es absolut keine Rolle spielt, ob man hetero-, homo-, oder bisexuell orientiert ist.
Krankheitsverlauf & Symptome Eine erworbene HIV-Infektion verläuft in vier Stadien. Im vierten Stadium spricht der Arzt vom AIDS. Die vorangehenden drei Stadien werden noch mit HIV-Infektion bezeichnet. Die Krankheit ist bis Heute nicht heilbar. Die medizinische und pharmazeutische Forschung haben in den vergangenen 20 Jahren große Fortschritte gemacht, gerade auf diesem Gebiet. Stadium 1 wird als akute HIV-Krankheit definiert. Dieses Stadium ist die erste Zeit, die nach der Inkubationszeit von zwischen sechs Tagen und sechs Wochen eintritt. Die ersten Symptome sind grippeähnliche Beschwerden. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen. In fast allen Fällen sind auch die Lymphknoten geschwollen und fast alle Patienten berichten von Ausschlägen auf der Haut. Die Problematik an diesem Stadium ist, dass zu dieser Zeit die HIV-Test noch negativ ausfallen. Erste Antikörper im Blut tauchen erst nach etwa anderthalb bis drei Monaten nach der Infektion auf dem Blutbild auf. Während dieser Zeit kann man die Krankheit jedoch weitergeben.
Das zweite Stadium der HIV-Infektion verläuft nicht selten völlig beschwerdefrei. Diese Phase, die man in der Medizin auch als Latenzphase bezeichnet kann bis zu neun Jahre dauern. Trotz Beschwerdefreiheit vermehren sich die Viren im Körper jedoch fleißig und zerstören die Immunzellen.
Das dritte Stadium durchläuft etwa die Hälfte aller infizierten Patienten. In dieser Phase der Erkrankung schwellen die Lymphknoten an.
Stadium 4 wird von den Ärzten als AIDS bezeichnet. In dieser Phase haben die infizierten Patienten massive Beschwerden. Ständiger Nachtschweiß, Durchfall, starker Gewichtsverlust, chronische Müdigkeit, Fieber, Husten und immer wieder Atemnot sind diese im Einzelnen. Vom AIDS-Vollbild spricht der Arzt, wenn zu den allgemeinen Beschwerden zusätzliche Erkrankungen, wie Lungenentzündung, bestimmte Krebserkrankungen, oder verschiedene neurologische Krankheiten hinzukommen.
Diagnose Die Diagnosestellung erfolgt durch eine Untersuchung des Blutes. Ist der erste so genannte Suchtest positiv, wird ein zweiter Test durchgeführt. Ist der zweite Test ebenfalls positiv, wird ein Western Blot Test durchgeführt. Erst, wenn dieser ebenfalls positiv ausfällt stellt der Arzt die Diagnose „HIV-Positiv“. Anschließend erfolgt ein Mengenbestimmungstest, bei dem die Virusmenge im Blut festgestellt wird. Je höher die Anzahl der Viren ist, umso schlechter fällt die Prognose aus. Es ist wichtig, wenn man die Diagnose „HIV-Positiv“ erhält, hierüber mit dem Partner/der Partnerin und den Angehörigen zu sprechen. Vor allem Partner von HIV infizierten Personen sollten sich ebenfalls untersuchen lassen. Im Weiteren ist es besonders wichtig, sich vor einer möglichen Ansteckung ausreichend zu schützen.
Behandlung und Therapie Die Therapie wird unter Beachtung vieler Krankheitsspezifischen Aspekten festgesetzt. Während früher noch kaum Medikamente zur Verfügung standen, sind Heute die Möglichkeiten relativ vielfältig. Bei HIV-Patienten wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Lebensqualität zu verbessern und das Leben der Patienten deutlich zu verlängern. Dies erfordert jedoch auch vom Patienten höchstes Engagement und Disziplin. Die Medikamente, die zur Therapie eingesetzt werden, verursachen häufig viele Nebenwirkungen.
Wird ein Medikament nicht vertragen, immer mit dem Arzt Rücksprache halten, niemals die Dosis selbst reduzieren, oder gar das Medikament absetzen. Viel Bewegung, eine gesunde Ernährung, ein fast minutiös festgelegter Zeitplan, penible Hygiene, sowie ausreichend Schlaf können viel zu einer besseren Lebensqualität beitragen. Wenn beim Safersex eine Panne passiert, muss man Heute auch nicht mehr in Panik geraten. In diesem Fall empfiehlt sich die so genannte HIV-PEP (HIV-Postexpositionsprophylaxe). Diese Art von Chemotherapie, kann eine Vermehrung der Viren sehr stark eindämmen, sogar auch verhindern, vorausgesetzt, mit der Therapie wird sofort begonnen.
Vorbeugung Das Thema Vorbeugung sollte gerade bei HIV vor Augen gehalten werden. Nur Safersex schützt vor einer Infektion. Deshalb auch bei Oralverkehr Kondome benutzen. Die Ansteckung erfolgt durch infiziertes Blut (auch Menstruationsblut), Samen und vaginale Flüssigkeit. Drogenkonsumenten müssen darauf achten, dass sie nur ihr eigenes, steriles Spritzbesteck verwenden. Dasselbe gilt für alles an Zubehör. Am besten sind Einmalspritzen geeignet, die man nach Gebrauch fachgerecht entsorgt!
|
|
|
|