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Herpes genitalis
Partnerschaft und Sexualität - Geschlechtskrankheiten und Infektionen

Herpes genitalis

Herpes genitalis wird durch Herpes-Simplex-Viren (kurz HSV) ausgelöst. Für Herpes genitalis ist der Typ 2 dieses Virus verantwortlich, für die Lippenbläschen der Typ 1. Allerdings wird ein prozentual kleiner Teil der Herpes genitalis Infektionen durch den HSV-Typ1 verursacht, dies ist also nicht die Regel. Die Krankheit wird durch Geschlechtsverkehr übertragen und ist ansteckend. Gegen den HSV Typ1 tragen die meisten Menschen Antikörper im Blut, gegen HSV Typ2 jedoch nur wenige.

Infektion & Übertragung
Das Virus gelangt über die Schleimhäute, bzw. über die Oberhaut in den Körper und verursacht dort kleine Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind.
Herpes Viren sind besonders schlau, denn sie wandern von der Oberhaut durch die Nervenbahnen zu den Nervenwurzeln, um dort zu überdauern. Dieser Umstand ist dafür verantwortlich, dass die Krankheit immer wieder ausbrechen kann. Vor allem, wenn das Immunsystem geschwächt ist, Stress, sowie auch andere Krankheiten können dazu beitragen, dass sich das Virus im Körper ausbreiten kann. In diesen Fällen sind jedoch leider auch andere, schwere Erkrankungen nicht auszuschließen. Die Symptome von Herpes genitalis sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich, auch ist ein Ausbruch der Krankheit nicht immer zwingend. Die Inkubationszeit beträgt etwa drei bis neun Tage ab Ansteckung.

Beschwerden und Symptome
Ob es überhaupt zu Beschwerden kommt, hängt davon ab, wie stark das Immunsystem ist und wie gut die Abwehrreaktion im Körper funktioniert. Der eine reagiert auf die Infektion kaum, bis gar nicht, der andere bekommt hohes Fieber und starke Kopf-, sowie Muskelschmerzen. Wenn die Symptome auftreten, kommen sie meist nicht alleine. Begleiterscheinungen können sein, brennende Schmerzen an den Geschlechtsteilen, sowie am After, auch können Beschwerden beim Wasserlassen auftreten. Mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen bilden sich auf der Hautoberfläche, die mit der Zeit zu Geschwüren werden. Die Geschwüre benötigen etwa drei Wochen zum abheilen. Da das Virus im Körper überdauert, ist diese Krankheit nie vollständig heilbar. Sie kann immer wieder ausbrechen, was jedoch kein Muss ist. Allerdings kann die Krankheit von Mal zu Mal stärker auftreten. Es beginnt mit einem recht unangenehmen, stechenden Gefühl. Binnen wenigen Stunden, spätestens in einigen Tagen bilden sich die ersten Bläschen an der Hautoberfläche. Da die Übertragung über die Schleimhäute erfolgt, sind die Ansteckungsmöglichkeiten vielfältig. Herpes an den Geschlechtsteilen kann sich über andere Körperregionen ausbreiten. Das feucht-warme „Klima“ zwischen den Beinen ist ein ideales Zuhause für die Viren. Mit Herpes genitalis kann man sich auch beim Oralsex infizieren. Die Folgen sind schmerzhafte Entzündungen im Mund- und Rachenbereich. Eine Infektion über den Analbereich kann zu blutigem Ausfluss und zu Schmerzen im Afterbereich führen. Da nicht jede Reaktivierung der Herpes genitalis Infektion mit Beschwerden einhergeht, kann man auch ohne Beschwerden andere Personen anstecken. Wer also weiß, dass er das Virus in sich trägt, verhütet besser ständig mit Kondomen, um eine Weitergabe der Viren zu verhindern.

Diagnose
Die Diagnose wird auf Grund des Krankheitsverlaufs, und auf Grund des Aussehens des Ausschlags gestellt. Um absolute Sicherheit zu erlangen, entnimmt der Arzt Abstriche aus den Herpesbläschen. Im Abstrich sind die Erreger nachweisbar. Eine Blutuntersuchung kann durch das Vorhandensein von Antikörpern zusätzlich die Diagnose stützen.

Behandlung & Therapie
Für die Behandlung von Herpes genitalis werden Virustatika eingesetzt. Diese wirken ähnlich, wie Antibiotika, bei bakteriellen Infektionen. Je früher die Behandlung begonnen wird, umso besser ist die Wirkung der Medikamente. Wichtig ist, bereits bei den ersten Anzeichen sofort einen Arzt aufzusuchen, um mit der Therapie sofort beginnen zu können. Die Behandlung von Herpes genitalis dauert etwas länger, als die Antibiotikatherapie etwa bei Tripper. Meist ist die Rede von etwa vier Monaten, die für die Behandlung notwendig sind. Für die Vorbeugung muss man unbedingt betonen, dass man sich nur mit Kondomen vor einer Infektion schützen kann. Sowohl beim Vaginalen, als auch beim analen und auch bei oralen Sex. Die infizierten Stellen nicht zu berühren kann dabei helfen zu verhindern, dass sich die Geschwüre zusätzlich auch mit Bakterien infizieren und so kann man eine Verbreitung der Infektion auf andere Körperstellen ebenfalls unterbinden. Eine Herpes genitalis-Infektion ist gerade in der Schwangerschaft, bzw. bei der Geburt gefährlich, vor allem für das Neugeborene. Während der Geburt kann die Infektion beim Kind schwere Krankheiten verursachen.
 
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