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Partnerschaft und Sexualität - Geschlechtskrankheiten und Infektionen

Hepatitis C

Als Hepatitis C bezeichnet man eine Leberentzündung, verursacht durch das Hepatitis C Virus (HCV).

Übertragung und Infekion
Da die Übertragung nur ganz selten durch sexuelle Kontakte stattfindet, wird sie nicht als Geschlechtskrankheit definiert. Die Übertragung erfolgt meist durch die Verabreichung von Blut und Blutprodukten. Besonders gefährdete Personengruppen sind Drogenabhängige, die Nadeln und Spritzbesteck gemeinsam nutzen und so mit kontaminiertem Blut in Kontakt kommen können, Ärzte, Krankenschwester und Mitarbeiter von Laboratorien, wo die Möglichkeit besteht, mit infiziertem Blut in Kontakt zu kommen.

Akute und Chronische Hepatitis C
Die Inkubationszeit
bei Hepatitis C beträgt zwischen 15 Tagen und ein halbes Jahr. Wie auch bei einigen anderen Hepatitis Erkrankungen, wird auch bei Hepatitis C zwischen zwei Arten der Krankheit unterschieden. Die Medizin unterscheidet zwei Gruppen voneinander. Die eine ist die Akute, die andere die chronische Hepatitis.

Die akute Hepatitis C verläuft in zwei Phasen, wobei in der zweiten Phase eher uncharakteristische Symptome auftreten. In der ersten Phase fühlen sich die meisten Patienten zwar etwas unwohl, aber nicht wesentlich krank. In der zweiten Phase können grippeähnliche Symptome auftreten, wie Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber. Weitere Symptome können sein:  Appetitlosigkeit, leichtes Ekelgefühl gegen bestimmte Lebensmittel, Übelkeit, sowie Druckschmerzen im rechten Oberbauch.

Nur selten zeigen sich Symptome, die für eine Leberentzündung sprechen würden. Zu diesen Symptomen gehören Gelbsucht (die Haut und die Augen färben sich gelb), Entfärbung des Stuhls und starke Verfärbung des Urins. Nach etwa zwei bis acht Wochen dauert die Krankheit. Bei den meisten Patienten (das sind immerhin 60-85%),  entwickelt sich eine chronische Hepatitis C.

weitere Symptome
Die Symptome sind hierbei über viele Jahre lang ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, verminderte Leistungsfähigkeit, sowie Schmerzen im rechten Oberbauch. Bei einigen Patienten tritt nach etwa 20 Jahren Leberzirrhose (Schrumpfleber) auf, die sich in Leberkrebs wandeln kann.

Diagnose
Die Diagnose wird meist durch eine Blutuntersuchung gestellt. Hierbei suchen die Ärzte nach Antikörper gegen das Hepatitis C Virus.

Weitere Untersuchungen dienen dazu, die Leberwerte festzustellen. Diese Werte zeigen an, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Eine Ultraschalluntersuchung gibt dem Arzt darüber Aufschluss, in welchem Zustand sich die Leber befindet.

Behandlung & Therapie
Wenn die Diagnose gestellt und bestätigt ist, kann eine Therapie beginnen. Wird eine akute Hepatitis C Infektion rechtzeitig diagnostiziert und therapiert, so können fast alles Patienten geheilt werden. Hier wird eine mehrwöchige Interferon-Therapie angewandt. Bei der chronischen Hepatitis C Infektion sieht die Therapie jedoch etwas anderes aus. Die Therapie dauert mehrere Monate und beinhaltet mehrere Medikamente, die verabreicht werden. Wenn die Hepatitis C Erkrankung soweit fortgeschritten ist, dass keine Therapie mehr möglich ist (Endstadium), wird eine Lebertransplantation in Erwägung gezogen.

Therapieunterstützende Maßnahmen sind vor allem körperliche Schonung, Bettruhe und das Vermeiden von Substanzen und Lebensmittel, die die Leber zusätzlich belasten würden. Hierzu gehört auf jeden Fall ein striktes Alkoholverbot. Da es gegen Hepatitis C leider immer noch keine wirksame Schutzimpfung gibt, gilt es, Situationen zu vermeiden, in denen man mit infiziertem Blut in Kontakt treten könnte. Bei Drogenabhängigen heißt es: Nadeln und Spritzbesteck nur alleine benutzen und nicht mit anderen gemeinsam, am besten Einwegbesteck benutzen, die man nach Gebrauch ordnungsgemäß entsorgt.

Vorbeugung für Dritte
Kondome schützen ebenfalls vor Infektionen. Auch Zahnbürsten, Rasierer, Manikürbesteck sollte man nicht mit anderen teilen. Ärzte und Krankenschwester müssen ihre Hände, Augen, Mund und Nasenschleimhaut mit Schutzkleidung (Gummihandschuhe, Schutzbrille, Mundschutz) schützen. Etwa 50% der Hepatitis C Patienten fühlen sich nach einigen Wochen bereits wieder gesund. Etwa 1% der Patienten mit einer akuten Hepatitis C Infektion verstirbt durch Leberversagen. Bei dem Rest der Patienten kann sich eine chronische Hepatitis C Erkrankung entwickeln, die jedoch bei rechtzeitiger und richtiger Therapie heilbar ist.
 
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