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Partnerschaft und Sexualität - Geschlechtskrankheiten und Infektionen

Hepatitis B

Hepatitis B ist nichts anderes, als eine Entzündung der Leber, verursacht durch das Hepatitis-B-Virus (HBV).

Übertragung & Infektion
Die Infektion erfolgt durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Hierzu gehören Blut, Blutplasma, Sperma, Vaginalflüssigkeit. Das Hepatitis B Virus ist um einiges aggressiver und infektiöser, als das allseits gefürchtete HI-Virus, das zum AIDS führt. Beim Hepatitis B Virus reichen winzige, nicht wahrnehmbare Hautverletzungen, damit das Virus ungehindert in die Blutbahn gelangen und sich vermehren kann.

Akute und Chronische Hepatitis B
In der Medizin wird zwischen zwei Arten von Hepatitis B unterschieden. Man
bezeichnet die beiden Krankheiten als akute und als chronische Hepatitis B.

Zu Infektionen kann es neben dem sexuellen Kontakt auch durch nicht ausreichend, oder gar nicht sterilisierte Instrumente, wie Nadeln, Manikürwerkzeug, Akupunktur und Tätowierung kommen. Auch eine Übertragung auf das Neugeborene bei der Geburt ist möglich, ebenso durch die Verabreichung von kontaminierten Blutkonserven. Letzteres ist jedoch in Deutschland äußerst selten, da alle Blutproben ausreichend untersucht werden, bevor sie überhaupt weiterverarbeitet werden können.

Symptome & Krankheitsverlauf
Die Inkubationszeit bei Hepatitis B beträgt zwischen einem und sechs Monaten. Da es in dieser Zeit meist zu keinen Symptomen kommt, hat man Hepatitis B, ohne es zu merken. Vor allem bei Babys und Kleinkindern kommt es vor, dass während der Inkubationszeit absolut keine Beschwerden auftreten. Die akute Hepatitis B geht mit Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, sowie Ekel vor bestimmten Lebensmitteln einher.

Nach einiger Zeit färben sich Haut, Schleimhäute und Augen gelb, der Stuhl verliert an Farbe, der Urin wird dunkel. Spätestens jetzt sollte man sich in Behandlung begeben. Bei einem kleinen Teil der Erwachsenen, und bei fast allen Neugeborenen entwickelt sich eine chronische Leberentzündung.

Der Krankheitsverlauf variiert je nach Patienten und gestaltet sich beschwerdefrei, oder mit Beschwerden vielerlei Natur, wie ständige Müdigkeit, Schrumpfleber, Leberkrebs und ähnliche Beschwerden. Jedoch bis es zu so einem Ausmaß kommt, vergehen nicht selten zehn bis zwanzig Jahre nach der Infektion. Die Diagnosestellung erfolgt, in dem der Arzt eine Blutuntersuchung vornimmt, bzw. vornehmen lässt. Im Serum sind Antikörper, oder auch Bestandteile des Virus nachweisbar. Zusätzlich wird eine Sonographie durchgeführt, um den Zustand der Leber genau beurteilen zu können.

Behandlung & Therapie
Die Behandlung von Hepatitis B richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Die akute Hepatitis B wird meist nur symptomatisch behandelt, das heißt, es werden hier nur die Beschwerden behandelt. Bettruhe, körperliche Schonung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin, sowie das Weglassen aller leberbelastenden Medikamente und Lebensmittel sind die Maßnahmen die der Arzt verordnet. Anders sieht es jedoch bei der chronischen Hepatitis B aus. Hier werden weitere Unterschiede gemacht. Die bedeutenden Unterschiede sind, ob der Patient unter einer aktiven Hepatitis B leidet, oder ob der Patient ein symptomloser Virusträger ist. Behandelt wird jedoch nur die aktive Hepatitis, da diese zu Schrumpfleber, und sogar zum Leberkrebs führen kann. Symptomlose Virusträger sollten sich einfach regelmäßig von ihrem Arzt untersuchen lassen und auf alles, was der Leber schaden könnte, verzichten (Alkohol, Nikotin, einige Lebensmittel).

Die aktive Hepatitis B wird meist mit Virustatika behandelt. Hiermit wird verhindert, dass sich die HB-Viren im Körper vermehren können. Diese Therapie dauert mehrere Monate lang. Sollte Hepatitis B nicht ausheilen und der Patient sich bereits im Endstadium der Krankheit befindet, kann eine Lebertransplantation die letzte Rettung bedeuten. Gegen Hepatitis B kann man erfolgreich vorbeugen. Die eine Art ist die Impfung. Die Kosten für die Hepatitis B Impfung tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Weiteren Schutz bieten Kondome, sowie ein hohes Maß an Hygiene.

Handtücher, Zahnbürsten, Manikürwerkzeug, sowie andere Hygieneartikel sollten nur allein benutzt werden, nicht zusammen mit anderen Personen. Die Prognosen für Patienten mit einer akuten Hepatitis B Infektion sind günstig. Etwa 90% der Patienten sind bei rechtzeitiger Behandlung bereits nach vier bis sechs Wochen wieder gesund. Knapp 10% der Patienten entwickeln eine chronische Hepatitis B. In besonders seltenen Fällen können sich Patienten, die sich mit dem Hepatitis B Virus infiziert haben, auch mit dem Hepatitis D-Virus infizieren. Dieses Virus ist allein nicht „lebensfähig“, nur zusammen mit dem HB-Virus kann es sich im Körper ausbreiten. Die Infektion mit beiden Viren führt zu schwerwiegenden Erkrankungen und endet häufig mit Leberversagen.
 
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