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Feigwarzen (Condylomata acuminata) |
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Partnerschaft und Sexualität -
Geschlechtskrankheiten und Infektionen
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Feigwarzen (Condylomata acuminata)Feigwarzen gehören neben Chlamydien und Herpes genitalis zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten.
Übertragung & Infektion Die Infektion erfolgt auf dem sexuellen Weg, besonders junge Menschen sind gefährdet. Die Zahl der Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Verursacht wird die Krankheit durch die Infektion mit dem Humanen Papilloma-Virus ausgelöst. Dem Virus werden mehr als 80 Untergruppen zugeordnet, etwa die Hälfte dieser Untergruppen verursacht diverse Infektionen im Genitoanalbereich. Eine Infektion erfolgt durch ungeschützten Sex, das Risiko wird erhöht bei Personen, die ihre Sexualpartner häufig wechseln. Das gemeinsame Benutzen von Hygieneartikel (Badeschwämme, Handtücher) können, wenn
auch nur in seltenen Fällen, ebenfalls eine Infektion verursachen. Schwangere können ihr Kind während der Geburt mit dem HP-Virus anstecken.
Symptome Die Symptome werden nur selten ernst genommen, da sie häufig ohne besondere Beschwerden sind. Die Feigwarzen treten meist erst nach zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten auf. Sie treten einzeln, oder in größeren Gruppen (Beetbildung) auf. Bei Männern befinden sich die Feigwarzen meist am Penisschaft und/oder auf der Vorhaut. Auch im Afterbereich, im Enddarm, oder an der Harnröhrenöffnung können sich die Warzen ansiedeln. Warme, feuchte Körperstellen bieten ideale Wachstumsbedingungen. Durch ungeschützten Oralsex kann man sich auch durch die Mundschleimhaut infizieren. Feigwarzen können in ihrer Größe sehr unterschiedlich sein. Manche von ihnen sind mit bloßem Auge kaum bis gar nicht erkennbar, andere sind richtige Wucherungen im Genitalbereich, die man mit den Fingern deutlich spüren kann. Nicht in allen Fällen verursachen die Warzen Juckreiz oder Schmerzen. Bei Frauen können die Feigwarzen an den Schamlippen, am Scheideneingang, am After, im Enddarm oder am Gebärmutterhals auftreten.
Diagnose Eine Diagnosestellung ist bei Feigwarzen relativ einfach. Ihr typisches Aussehen gibt dem Arzt bereits eindeutige Ergebnisse. Bei der Untersuchung wird zwischen Mann und Frau ein Unterschied gemacht. Da sich die Warzen bei Frauen auch am Gebärmutterhals ansiedeln können, ist hier eine Untersuchung des Gebärmutterhalses unbedingt erforderlich. Hierbei wird ein Kolposkop (ein spezielles Mikroskop) benutzt. Feigwarzen, die man kaum, oder gar nicht sehen kann, betupft der Arzt mit verdünnter Essigsäure. Sind an den behandelten Stellen weiße Felder sichtbar, sind dort Feigwarzen vorhanden. Damit die Diagnose eindeutig feststellbar und das Virus eindeutig identifiziert werden kann, werden die Proben molekularbiologisch untersucht. Hierbei wird das Erbgut der Viren bestimmt. Was die Therapie betrifft, muss man unbedingt anmerken, auch bei Feigwarzen gilt es, dass sich beide Partner behandeln lassen, um weitere Infektionen, sowie eine Reinfektion ausschließen zu können
Behandlung & Therapie Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Im günstigen Fall können Cremes und Salben bereits eine Heilung bringen, in anderen Fällen müssen die Warzen chirurgisch entfernt werden. Zur Vorbeugung muss gesagt werden, Kondome verringern das Risiko einer Ansteckung. Hier bieten sie jedoch leider keinen 100-prozentigen Schutz. Allein der Verdacht, man könnte sich angesteckt haben, müsste dazu ausreichen, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen. Dieser Rat gilt für beide Partner. Es gibt einige Typen von Feigwarzen, die bei Frauen Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Frauen, die bereits wegen Feigwarzen in Behandlung waren, sollten sich auch nach Abschluss der Therapie regelmäßig von ihrem Frauenarzt untersuchen lassen. Nur so kann man Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig entdecken und erfolgreich behandeln.
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