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Partnerschaft und Sexualität -
Geschlechtskrankheiten und Infektionen
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Chlamydien - Infektion
Chlamydien-Infektionen gehören heute zu den meistbehandelten Geschlechtskrankheiten, verursacht von Chlamydien-Bakterien. Die Infektion erfolgt meist über Oralverkehr, bzw. durch Schmierinfektionen. Betroffen sind von der Erkrankung Menschen mit wechselnden Partnern (Partnerinnen), sowie Personen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr praktizieren. Die Statistik zeigt auf, dass etwa 10% der Bevölkerung mit Chlamydien infiziert ist. Chlamydien besitzen mehrere Untergruppen. Diese Untergruppen sind für die Vielfältigkeit dieser Infektionen verantwortlich. Egal, von welcher Art Chlamydien infiziert ist, die Erkrankung sollte unbedingt behandelt werden. Chlamydia trachomatis nennt man den Erreger, der für die Geschlechtskrankheiten verantwortlich ist. Doch diese Bakterien verursachen auch eine entzündliche Bindehautentzündung, die unbehandelt zur
Erblindung führen kann. In Entwicklungsländern ist diese Bindehautentzündung, verursacht durch Chlamydia trachomatis, eine der häufigsten Ursachen für völlige Erblindung.
Die Chlamydia pneumoniae verursacht Lungenentzündungen. Diese Lungenentzündung weist jedoch atypische Symptome zu einer „normalen“ Lungenentzündung auf. Zudem kann das Bakterium Chlamydia pneumoniae auch schwere Entzündungen der Nasennebenhöhlen verursachen. Bakterien der Gruppe Chlamydia psittaci sind die Verantwortlichen für die so genannte Papageienkrankheit, die jedoch auch auf Menschen übertragbar ist. Die Symptome sind ähnlich, wie die Beschwerden einer Lungenentzündung. Die Krankheit ist jedoch in unseren Breiten äußerst selten. Die Behandlung erfolgt in allen Fällen mit Antibiotika der Tetrazyklingruppe. Die Inkubationszeit beträgt etwa 7 bis 21 Tage, bevor sich erste Beschwerden zeigen.
Leider verläuft die Krankheit häufig ohne erwähnenswerte Beschwerden, was zur „Weitergabe“ der Infektion führt, in der Regel unwissentlich. In der Schwangerschaft kann die Infektion mit Chlamydien eine Frühgeburt, bzw. einen vorzeitigen Blasensprung verursachen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, während der Geburt das Kind ebenfalls mit den Erregern anzustecken. Erfolgt eine Ansteckung, führt diese bei Babys zu Bindehautentzündungen, sowie im besonders schlimmen fällen zu einer schweren Lungenentzündung. Die meisten Menschen, vor allem Männer, haben nach einer Chlamydien-Infektion kaum, bis gar keine Beschwerden, bei einem kleinen Teil können folgende Symptome auftreten:
Symptome Bei Männern entzündet sich die Harnröhre. Die Folgen sind häufiger Harndrang, begleitet durch einen ziehenden Schmerz, der das Wasserlassen erschwert. Bei fehlender Behandlung kommt es zu einem eitrigen Ausfluss. Das Wasserlassen wird durch Juckreiz und Brennen weiterhin erschwert. Bei Frauen tritt vermehrt Ausfluss auf, begleitet durch starken Juckreiz, sowie ein Brennen beim Wasserlassen. Auch, wenn die Infektion sich zu Beginn nur auf die Gebärmutter, bzw. auf die Harnröhre beschränkt, führt sie unbehandelt zu weiteren, schwerwiegenderen Beschwerden. Die Infektion breitet sich auf die Gebärmutterhöhle und die Eileiter aus. Spätestens hier wir die Sache kritisch, da hier Entzündungen hervorgerufen werden. Begleiterscheinungen sind hohes Fieber, sowie starke Bauch- und Unterleibsschmerzen.
Behandlung & Therapie Die Therapie ist hier etwas schwieriger, als in der Anfangsphase. In der Regel benötigt eine Infektion mit Chlamydien etwa eine Woche, bis 10 Tage Therapiezeit mit Antibiotika. Wichtig ist jedoch dabei, dass auch der/die Partner parallel mitbehandelt werden, um eine erneute Ansteckung ausschließen zu können. Während der Behandlung sollte auf Geschlechtsverkehr gänzlich verzichtet werden. Da Tetrazykline in der Schwangerschaft nicht verwendet werden dürfen, werden Schwangere mit einem anderen Antibiotikum, namens Erythromycin behandelt. Gegen Chlamydien-Infektionen kann man vorbeugen, in dem man Safersex praktiziert. Nur Kondome können vor einer Infektion ausreichenden Schutz bieten. Bei einer Infektion sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Mit Hygiene lässt sich die Gefahr ebenfalls etwas eindämmen. Vor allem in Tropischen und Subtropischen Ländern muss man besonders auf die Hygiene achten. Ohne ausreichende Therapie kann eine Chlamydien-Infektion schwere Erkrankungen verursachen. Eine Behandlung mit Antibiotika dauert nur wenige Tage und in der Regel ist die Erkrankung danach Geschichte.
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