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Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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TraubensilberkerzeDie Traubensilberkerze, deren lateinischer Name Cimicifuga racemosa ist, ist auch unter den Synonymen „Silberkerze“, „Wangenkraut“ und „Wanzenkraut“ sowie „Wilde Schlangenwurzel“, „Frauenwurzel“ und „Schwindsuchtwurzel“ bekannt.
Ursprünglich gehört sie zum Arzneirepertoire der nordamerikanischen Indianer. Heute wird die Traubensilberkerze überwiegend zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden verwendet. Die Traubensilberkerze sorgt dafür, dass der weibliche Hormonhaushalt in ein Gleichgewicht gebracht wird und dass körperliche sowie psychische Beschwerden sich verbessern.
Die Traubensilberkerze gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse und ist eine Staude mit aufrechtem Stängel, die bis zu zwei Meter hoch wächst. In langen Trauben stehen ihre kleinen weißlich gefärbten Blüten. Die Blütenhülle
besteht aus vier grün-weißen Kelchblättern und kleinen Kronblättern. Die Kronblätter fallen nach dem Aufblühen der Blüte sofort ab. Die Blüte beherbergt zahlreiche Staubblätter mit weißen Staubfäden und –beuteln und nur einen einzigen Fruchtknoten. Ihre Laubblätter sind dreifach gefiedert und die einzelnen Blättchen sind spitz gesägt. Ihre Blütezeit hat die Pflanze von Juni bis September.
Anwendung findet die Traubesilberkerze bei Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Unruhen und Stimmungsschwankungen, bei Beschwerden vor der Menstruation sowie während der Menstruation. Homöopathen verwenden die Traubensilberkerze auch bei Muskelkater, Herzbeschwerden, Magen-Darm-Krämpfen und Gallenkrampfen.
In der Medizin und der Alternativen Medizin (Homöopathie) findet der Wurzelstock nach der Fruchtreife Anwendung. Der Wurzelstock enthält eine harzartige Substanz, das sog. Cimicifugin und einen Bitterstoff, das Racemosin. Das enthaltene Actein und Cimifugosid sowie Phenolcarbonsäuren und Flavonoide werden als wirksame Inhaltsstoffe gewertet. Zudem enthält der Wurzelstock Stärke, Fettsäuren und Salicylsäure. Entgegen früherer Annahmen scheint nach heutigen Erkenntnissen Isaflavone nicht vorzukommen.
Die wässrigen, alkoholischen Extrakte zeigen einen estrogenartigen und auch antiestrogenen Effekt. In Studien wurde beobachtet, dass die Traubensilberkerze eine positive Wirkung auf Beschwerden wie Hitzewallungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen und die Knochendichte hat. Hierbei wurde auch beobachtet, dass unerwünschte Nebeneffekte einer Hormontherapie auf Gebärmutter oder Brustgewebe nicht eingetreten sind. Somit konnte daraus geschlossen werden, dass die Wirkung der Extrakte einer sog. selektiven Estrogen Rezeptor Modulation, kurz SERM, entspricht.
Aus reiner Vorsicht sollte bei dem Vorliegen von hormonabhängigen Erkrankungen auf eine Anwendung von Traubensilberkerzen verzichtet werden. Gängig ist die Darreichung als Fertigarzneimittel, als Tropfen oder Tabletten. Es wird darauf hingewiesen, dass die Traubensilberkerze nicht während der Schwangerschaft und in der Stillzeit angewendet werden sollte. Ebenso sollte auf eine Anwendung bei hormonsensitiven Erkrankungen wie Brust-, Uterus- oder Eierstockkrebs verzichtet werden.
Treten bei der Einnahme von Extrakten der Traubensilberkerze Zyklusänderungen ein oder ergeben sich Spannungsgefühle oder Schmerzen in der Brust, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Zudem sollten Extrakte der Traubensilberkerze ohne ärztlichen Rat nicht länger als sechs Monate eingenommen werden. Selten wurden bei der Einnahme von Zubereitungen aus der Traubensilberkerze Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden oder Gewichtszunahme beobachtet. Die Anwendung der Traubensilberkerze ist eine langwierige Angelegenheit. Eine Besserung der Beschwerden tritt oft erst nach zwei bis vier Wochen ein.
Die Extrakte der Traubensilberkerze sind hormonfrei und dienen der natürlichen Harmonisierung des Hormonhaushaltes. Ursprünglich stammt die Traubesilberkerze aus Kanada und den USA. Mittlerweile wird sie allerdings auch in Europa kultiviert. Meist wächst sie an schattigen Standorten in Höhen bis zu 1500 Meter über dem Meeresspiegel.
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