|
Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
|
KürbisDer Kürbis, mit lateinischem Namen als Cucurbita pepo bezeichnet, stammt aus der Familie der Kürbisgewächse. Er gehört zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen Amerikas.
Diversen Forschungen zufolge wurden die verschiedensten Kürbissorten bereits schon vor 8000 Jahren von den Ureinwohnern Perus und Mexikos kultiviert. Das erste Auftauchen des Kürbisses in Europa ist auf das 16. Jahrhundert zurückzuführen – dabei waren die Türkei, der Balkan und Italien die Vorreiter.
Der Kürbis wächst in Ranken, die bis zu mehrere Meter lang werden können. Normalerweise ranken die Stängel über den Boden, jedoch können sie bei entsprechenden Gegebenheiten auch klettern. Die
Stängel sind scharfkantig, längs gefruchtet, stachelig behaart, 5-kantig und von innen hohl.
Die Blätter sind sehr groß und weisen die Form eines Herzens auf. Ihre Oberfläche ist borstig behaart. Die Blüten, die sich bilden, erscheinen auffällig in einer leuchtend gelben Farbe. Sie stehen einzeln in den Blattwinkeln. Die Früchte selbst sind gelb und groß, in ihrem Inneren findet man eine große Anzahl von glatten Samen. Die Erntezeit erstreckt sich auf den Herbst.
In seiner Standortwahl bevorzugt der Kürbis einen sonnigen Standort.
Der Kürbis findet eine vielfache Verwendung. Heute dient er vielfach auch einfach der Zierde in den Gärten und wird gern zur Halloween - Zeit eingesetzt. Dazu wird er meist von innen ausgehöhlt und mit einer Fratze versehen und anschließend von innen beleuchtet.
In der Küche wird er oft eingesetzt und es finden sich zahlreiche Rezepte, wie beispielsweise die Kürbissuppe.
In der Heilkunde werden die reifen und getrockneten Kürbissamen verwendet. Hieraus wird auch das Kürbisöl gewonnen, welches ebenfalls medizinisch verwendet wird.
Die charakteristischen Inhaltsstoffe des Kürbisses sind Steroide, fettes Öl, Eiweiße, Aminosäuren, Vitamin E, Mineralstoffe, wie beispielsweise Magnesium und Spurenelemente wie Selen.
In der Volksmedizin dienen Kürbissamen als milchtreibendes Mittel bei stillenden Frauen und als Mittel zur Magenberuhigung.
Heutzutage findet man im Handel eine Reihe von Fertigpräparaten, wie beispielsweise Tabletten oder Kapseln, die den Trockenextrakt aus Kürbissamen oder aber Kürbiskernöl enthalten. Die Dosierung sollte entsprechend den Packungsbeilagen erfolgen. Die Tagesdosis sollte sich auf 10 Gramm zerkleinerte Kürbissamen beschränken oder auf 500-100 mg Kürbiskernextrakt.
Für die Anwendungen liegen keinerlei Beschränkungen vor. Nur in sehr seltenen Fällen treten Nebenwirkungen auf, die sich in der Regel durch allergische Symptome zeigen.
Die Anwendung von Präparaten aus Kürbissamen und –öl wird zur Behandlung der Symptome bei einer vergrößerten Prostata empfohlen. Hierzu gehören beispielsweise Probleme beim Harnstrahl, Restharnbildung, Nachtröpfeln und häufiger Harndrang.
Ferner werden die Präparate aus Kürbiskernen auch für die Behandlung der Symptome einer Reizblase positiv beurteilt.
|