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Krokus (Crocus sativus)
Hausmittel und Selbstmedikation - Heilkräuter

Krokus

Der Krokus, mit lateinischem Namen als Crocus satius bezeichnet, stammt aus der Familie der Schwertliliengewächse. Im Volksmund wird die Pflanze häufig auch einfach als Safran oder Gewürzsafran bezeichnet.

Ursprünglich stammt der Krokus aus dem Orient. Heute wird er in einigen Ländern kommerziell angebaut, wie beispielsweise in Spanien, Italien, Frankreich und auch im nahen Osten. Hier dient der Krokus zur Gewinnung der Droge Safran. Aber auch bei uns findet sich eine weite Verbreitung des Krokus, denn in vielen Gärten wird er als Frühlingsblüher gerne gesehen. Hierbei handelt es sich allerdings um die verschiedensten Krokus - Arten, nicht jedoch um
den eigentlichen Safran-Krokus.

Der Krokus kann nur durch Knollenteilung vegetativ vermehrt werden, da die Pflanze selbst unfruchtbar ist. Dies liegt an dem dreifachen Chromosomensatz. Die Blüten des Krokus enthalten drei Fruchtblätter, die eine rote Färbung haben. Die Stempelfäden haben ein süßlich aromatischen Duft und werden getrocknet als Gewürz verwendet, welches als Safran bezeichnet wird.

Die Gewinnung von Safran ist zum einen sehr mühselig, da die Stempelfäden von Hand aus der Blüte gezupft werden müssen und zum anderen benötigt man weitreichende Anbauflächen. Aufgrund dieser Tatsachen gehört Safran zu den teuersten Gewürzen der Welt und man zahlt für ein Gramm zwischen fünf und sechs Euro.

Als Bestandteil findet man den Safran heute auch in den so genannten Schwedenkräutermischungen. Aufgrund des hohen Preises wird heute Safran weniger als Gewürz verwendet, sondern dient lediglich als Färbemittel, welches leicht bitter schmeckt, in der Küche Verwendung. Beispielsweise in Paella, Bouillabaisse oder auch in Curry-Reis.


In früheren Zeiten wurde Safran auch in der Heilkunde eingesetzt, wo es allerdings heute seine Bedeutung gänzlich verloren hat. Dies beruht auf der Tatsache, dass seine Risiko-Nutzenbewertung als negativ eingeschätzt wird.

In erster Linie wurde es zur Anregung der Verdauung eingesetzt. Dabei wurde eine Dosierung von etwa 1,5 Gramm pro Tag empfohlen, bei einer höheren Dosierung kann es unter Umständen zu Vergiftungserscheinungen kommen. Hält man sich an die empfohlene Tagesdosis, so sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Eventuelle Vergiftungen machen sich durch Erbrechen, Schwindelanfälle, Benommenheit, zentrale Lähmungen und durch eine gelbe Färbung der Haut und der Nebenschleimhäute bemerkbar. Eine Dosis, die über 20 Gramm liegt, kann tödlich sein. Grundsätzlich sollte Safran nicht während der Schwangerschaft angewendet werden.
 
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