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Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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KreuzdornDer Kreuzdorn, mit lateinischem Namen als Rhamnus catharticus bezeichnet, stammt aus der Familie der Kreuzdorngewächse. Im Volksmund haben sich viele andere geläufige Namen gebildet, wie beispielsweise Färbebaum, Gelbbeeren, Hirschdorn, Amselbeere, Feldbeerbaum, Hexendorn, Purgier, Wegdorn oder Stechdorn. Der Name Kreuzdorn ist auf die Anordnung der Dornen zurückzuführen. Diese bilden mit den Ästen ein Kreuz.
Man findet den Kreuzdorn in Europa, in Asien und in Nordafrika. Die vielfach verwendete Droge des Kreuzdorns wird überwiegend aus Russland importiert, wo sich weitflächige Wildsammlungen der Pflanze finden lassen. Ansonsten ist seine Verbreitung eher selten.
Als Standort bevorzugt die Pflanze lehmige und
kalkhaltige Böden. Der Kreuzdorn wächst an Hecken und an Waldrändern. In den Alpen und am Mittelgebirge findet man ihn in Höhen bis zu 1200 Metern.
Beim Kreuzdorn handelt es sich zumeist um einen Strauch, der eine Höhe von bis zu 5 Metern erreichen kann. Teilweise sieht er einem kleinen Baum jedoch sehr ähnlich. Die Zweige des Kreuzdorns laufen in einem Dorn aus. An ihnen bilden sich die Laubblätter, die elliptisch und fein gesägt sind.
Die Blütezeit erstreckt sich auf die Monate Mai bis Juni. Die Blüten wirken eher unscheinbar und haben eine grünlich-gelbe Färbung; sie sitzen blattachselständig. Aus ihnen entwickelt sich die erbsengroße Frucht, die, je nach Reifegrad, eine unterschiedliche Färbung besitzt. Zunächst grün und anschließend schwarz. Bei den Früchten handelt es sich um beerenartige Steinfrüchte.
Arzneilich werden sowohl die Früchte als auch der Fruchtsaft verwendet, da diese über Inhaltsstoffe wie Frangulin, Gerbstoffe und Bitterstoffe verfügen.
Aber Vorsicht, gerade bei Kindern kann ein übermäßiger Verzehr von unreifen Früchten (mehr als 20 Stück) zu einer Vergiftung führen, die meist durch Magen- und Darmbeschwerden zeigt.
Die reifen Beeren werden gesammelt und anschließend getrocknet. Sie dienen überwiegend als Abführmittel. Man sagt den Beeren aber auch eine harntreibende Wirkung nach. Zudem sollen sie auch gegen Gicht und Wassersucht wirksam sein.
In der Homöopathie wird Kreuzdorn heute noch eingesetzt. Bei der Anwendung werden die getrockneten Beeren teelöffelweise gegessen. In der Kinderheilkunde wird dagegen der Saft eingesetzt, der aber auch den gleichen Zwecken dient, gegen Darmträgheit und Verstopfungen.
Alternativ kann von den getrockneten Beeren auch ein Tee hergestellt werden. Dazu übergießt man etwa 4 Gramm der zerkleinerten Beeren mit kochendem Wasser, lässt den Sud etwa 15 Minuten ziehen und seiht ihn anschließend ab. Es wird empfohlen, 2-mal täglich eine Tasse frisch zubereiteten Tee zu sich zu nehmen. Die Anwendungsdauer sollte sich nicht mehr als über eine Woche erstrecken.
Von einer Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie bei Kindern unter 12 Jahren sollte man Abstand nehmen. Selten kann es bei der Einnahme von Kreuzdornbeeren zu Nebenwirkungen kommen, die sich in krampfartigen Magen- und Darmbeschwerden zeigen. In diesen Fällen sollte man die Einnahme abbrechen oder zumindest eine niedrigere Dosierung wählen.
Bei einer lang anhaltenden oder dauerhaften Einnahme kann es zu Nierenschädigungen, Obstipation, Störung der Herzfunktion und Muskelschwäche kommen. Früher wurde aus den frischen Beeren Saft gepresst, der zum Färben verwendet wurde. Bereits im 9. Jahrhundert wurde die Wirkung des Kreuzdornes bekannt und man setzte ihn als Heilmittel in manchen Ländern ein.
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