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Krauseminze (Mentha spicata)
Hausmittel und Selbstmedikation - Heilkräuter

Krauseminze

Die Krauseminze, mit lateinischem Namen als Mentha crispa bezeichnet, stammt aus der Familie der Lippenblütler. Im Volksmund werden auch einige andere Bezeichnungen verwendet, wie beispielsweise Frauenminze, Ährenminze, Grüne Rossminze oder einfach grüne Minze.

Die ursprüngliche Heimat der Krauseminze ist nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass die Pflanze aus dem Mittelmeergebiet stammt. In Europa findet man sie nur sehr selten. Die Krauseminze wird fast ausschließlich gezüchtet und wird unter anderem in China, Indien und in Nordamerika angebaut. Nur sehr selten findet man die Pflanze verwildert.

Die Krauseminze erreicht eine Wachstumshöhe von etwa 20 bis 80 Zentimetern. An
den meist kahlen Stängeln, die oft rot angelaufen sind, bilden sich vereinzelt Blätter, die in ihrer Form länglich eiförmig bis lanzettenartig sind. Der Blattrand ist gesägt bis gezahnt.

Die Blütezeit erstreckt sich auf die Monate Juli bis September, wobei die Blüten in einer dunklen lila Färbung in Erscheinung treten. Von ihrem Aussehen ist die Krauseminze ähnlich der Pfefferminze, jedoch enthält diese den Inhaltsstoff Menthol nicht. Wenn man jedoch die Blätter der Krausenminze zwischen den Fingern zerreibt, entströmt ein intensiver Duft nach Spearmint, ähnlich wie beim Kaugummi.

Der Anbau der Pflanze erfolgt aufgrund des daraus zu gewinnenden ätherischen Öls, welches zur Geschmacksverbesserung bei Mundwassern, Zahnpasten und Kaugummis verwendet wird.

Die Krauseminze wird aber auch arzneilich verwendet, dafür werden die Blätter während der Blütezeit gesammelt. Das enthaltene ätherische Öl enthält einen hohen Gehalt an Carvon, zudem sind verschiedene Gerbstoffe in der Pflanze enthalten.

Aus den Krauseminzeblättern wird in der Naturheilkunde ein Tee zubereitet. Hierzu verwendet man etwa 2 Teelöffel der Blätter und übergießt diese mit rund 150 ml kochendem Wasser. Anschließend deckt man den Sud ab und lässt ihn für 10 Minuten ziehen. Vor dem Trinken seiht man den Sud ab. Empfohlen wird mehrmals täglich eine frisch zubereitete Tasse Tee.

Im Vordergrund steht, wie auch bei der Pfefferminze, die Behandlung von Verdauungsstörungen und Magen-Darm Beschwerden. Zudem wird der Krausenminze eine besonders günstige Wirkung auf die Leber nachgesagt.

Da die Krauseminze kein Menthol enthält, wird der Tee auch von Kindern sehr gut vertragen. Das ätherische Öl der Krausenminze wird vor allem bei Erkältungskrankheiten empfohlen. Nebenwirkungen sind bei der Anwendung nicht bekannt.

Im Handel findet man heute eine Reihe von Teemischungen, die die Krauseminze als Bestandteil enthalten. Hier dient sie meist jedoch lediglich der Aromatisierung. Weil insbesondere die Herkunft der Droge nicht exakt festzulegen ist, hat die Krauseminze die Bedeutung der Pfefferminze nie erlangt.
 
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