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Kolabaum (Cola acuminata) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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KolabaumDer Kolabaum, mit lateinischem Namen als Cola acuminata bezeichnet, stammt aus der Familie der Sterculiaceae. Im Volksmund wird er häufig einfach nur mit Kola bezeichnet oder aber der Ausdruck Abada Kola findet Verwendung.
Ursprünglich stammt der Kolabaum aus Westafrika, wird aber heute in fast allen tropischen Gebieten kultiviert. Lange Zeit waren die so genannten Kolanüsse den Afrikanern vorbehalten, die sie für medizinische Zwecke einsetzten. Erst seit etwa 1880 werden sie auch in Europa und Amerika verwendet und dienen hier vornehmlich zur Aromatisierung von Erfrischungsgetränken. Aus Ihnen wird jedoch auch die Kolaschokolade hergestellt.
Der tropische Kolabaum erreicht
in seinem Wachstum eine Höhe von bis zu zwanzig Metern. Die alte Rinde bricht in Schollen. Der Baum blüht das ganze Jahr über und trägt Früchte. Die langgestielten Blätter sitzen nur an der Spitze und werden etwa 10 Zentimeter breit und erreichen eine Länge von 18 Zentimetern. In Ihrer Form sind diese eiförmig und sie weisen entweder eine gewellte oder eine gedrehte Spitze auf.
Die Blüten, die sich bilden, sind in ihrer Färbung weiß bis gelblich und klein. Sie sind entweder männlich oder zwittrig. Die Sammelfrüchte bestehen aus mehreren Teilfrüchten, die in etwa eine Länge von acht bis zwölf Zentimetern erreichen. Diese Teilfrüchte bestehen wiederum aus 5 Balgkapseln, in denen sich 10 Samen befinden, die oft auch als Nüsse bezeichnet werden, obwohl es sich botanisch gesehen nicht um Nüsse handelt. Diese Samen des Kolabaumes werden geerntet und finden eine weitreichende Verwendung aufgrund der enthaltenen Inhaltsstoffe. Pro Baum können zur Erntezeit ein Volumen bis zu 16 kg Samen geerntet werden.
Zur Verwendung kommen lediglich die Samenkerne, die zuvor von der Samenschale getrennt werden. Koffein und Theobromin sind die Hauptinhaltsstoffe, es finden sich jedoch eine Reihe weiterer Bestandsteile, wie Stärke, Gerbstoffe, Mineralstoffe und Fett.
In der Heilkunde werden die Samen in Afrika bereits seit Jahrhunderten gegen Durst, Hunger, Müdigkeit angewendet oder dienen als anregendes Genussmittel, welches einfach gekaut wird. Die Tagesdosis sollte jedoch maximal 6 Gramm pro Tag nicht überschreiten.
Durch das enthaltende Koffein werden die Herz-Kreislauffunktionen und das zentrale Nervensystem stimuliert. Außerdem wirken Kolasamen harntreibend und fördern die Magensaftsekretion. Auch bei körperlicher und geistiger Erschöpfung wird die Anwendung mit Kolasamen empfohlen.
Eine Anwendung sollte bei Zwölffingerdarmgeschwüren und Magengeschwüren nicht erfolgen, für Kinder sind Kolasamen nicht geeignet. Nebenwirkungen treten nur bei Einnahme größerer Mengen auf und zeigen sich durch Unruhestörungen, Einschlafstörungen und Magenbeschwerden.
In Europa und in Amerika dienen die Kolasamen fast ausschließlich zur Herstellung der bekannten Colagetränke. Man findet sie jedoch auch als Bestandteil in anderen koffeinhaltigen Drogen, wie beispielsweise Tee oder Kaffee, wo sie auf den Körper anregend wirken.
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