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Klatschmohn (Papaver rhoeas) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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KlatschmohnKlatschmohn, mit lateinischem Namen als Papaver rhoeas bezeichnet, stammt aus der Familie der Mohngewächse. Im Volksmund wird er häufig auch einfach als Mohnblume bezeichnet.
Die ursprüngliche Herkunft des Klatschmohns ist nicht bekannt, man nimmt aber an, dass er aus Nordafrika oder Eurasien stammt. Hierbei handelt es sich um Gebiete, die schon in frühen Zeiten mit dem Ackerbau begonnen haben. Heute findet man den Klatschmohn auf der ganzen Welt weit verbreitet. Dies ist auf die immer weitere Ausbreitung des Ackerbaus zurückzuführen. Denn dort, wo ursprünglich kein Klatschmohn wuchs, konnte die Pflanze sich nur verbreiten, weil wir Menschen ihr dazu
eine Hilfestellung gegeben haben, bewusst oder auch unbewusst.
Häufig findet sich der Klatschmohn im Getreidesaatgut wieder und wird so meist unbewusst auf Feldern mit angebaut. In erster Linie bevorzugt der Klatschmohn nährstoffreiche, lehmige Böden und sonnige, warme und trockene Standorte. Man findet ihn häufig an Wegrändern und auf Äckern. Einmal Fuß gefasst, verbreitet sich der Klatschmohn selbständig und erscheint jedes Jahr wieder.
Beim Klatschmohn handelt es sich um eine ein- bis zweijährige Pflanze, die eine Höhe von 30 bis 90 Zentimetern erreicht. Die Pflanze bildet einen dünnen Stängel, der behaart und nur wenig verzweigt ist. An ihm sitzen die rauen und fiederschnittigen Blätter.
Die Blütezeit erstreckt sich auf die Monate Mai bis Juli. Zu dieser Zeit bilden sich an den oberen Enden des Stängels jeweils eine auffällige, rot leuchtende Blüte, dessen Größe sehr unterschiedlich sein kann (zwischen 5 und 10 Zentimetern Durchmesser). Die Blüte selbst besteht aus vier Blütenkronblättern und zwei Kelchblättern, die behaart sind und später, wenn sich die Kronblätter gebildet haben, abfallen. Die Blütenblätter fallen durch ihre dünne und filigrane Art sehr auf und bei näherer Betrachtung kann man erkennen, dass diese etwas knittrig sind.
Die Samenkapsel, die sich später aus dem Fruchtknoten bildet, beinhaltet hunderte, winzige Samenkörner, die in ihrer Färbung sehr dunkel sind und fast schwarz erscheinen. Auf diese Weise kann sich der Klatschmohn selbst ausbreiten, denn die Samen werden durch den Wind weit verstreut. Die Blüte selbst bildet keinen Nektar, sondern Pollen und gehört damit zu den Pollenblumen.
Früher wurde der Klatschmohn in der Heilkunde eingesetzt, da grundsätzlich alle Pflanzenteile Alkaloid Rhoeadin enthalten, einen schwach giftigen Inhaltsstoff, der aber, gerade bei einer hohen Dosierung, zu Bauschmerzen oder zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann.
Die Samen des Klatschmohns dagegen sind völlig ungefährlich. Die Kronblätter des Klatschmohns wurden zu früheren Zeiten auch gesammelt und fanden ihre Verwendung bei der Herstellung roter Tinte. In England steht der Klatschmohn als ein Symbol für das Gedenken an die gefallenen Soldaten. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass auf den Soldatengräbern nach dem ersten Weltkrieg der Klatschmohn als erste Pflanze zu blühen begann.
Ganz bewusst wurde der Klatschmohn auch zu früheren Zeiten in Verbindung mit Korn angebaut. Die Samen dienten als Gewürz in Kuchen und Brot. Aber auch Öl wurde aus dem Klatschmohn gewonnen und die Kinder stellten aus den gesammelten Blütenblättern Sirup her. Der Gattungsname „Papayer“ wird mit dem Ausdruck „papa“, der aus dem Keltischen stammt, in Verbindung gebracht, da man in das Essen der Kinder Mohn mischte, welches als Schlafmittel diente.
Der Klatschmohn gehört zu den farbenprächtigsten Blumen, leider wird er immer mehr zurückgedrängt, da die Äcker immer mehr gespritzt werden und die Pflanze unter diesen Bedingungen keine Überlebenschance hat. Daher findet man ihn heute mehr und mehr nur noch an den Randstreifen von Äckern oder an Wegrändern. Das pharmazeutisch verwendete Opium lässt sich aus dem Klatschmohn nicht herstellen. Hierzu wird der Schlafmohn verwendet, der jedoch in unseren Regionen nicht wächst und der sich nur in den wärmeren Gebieten findet.
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