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Katzenpfötchen (Antennaria dioica) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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KatzenpfötchenDas Katzenpfötchen, mit lateinischem Namen als Antennaria dioica bezeichnet, stammt aus der Familie der Korbblütengewächse. Im Volksmund hat die Pflanze zahlreiche andere Namen erhalten, wie beispielsweise Sanduhrblume, Himmelfahrtsblümchen, Mottenkraut, Immortelle oder Ruhrkrautblume.
Das Katzenpfötchen ist überwiegend in Mitteleuropa beheimatet, findet sich aber auch in Ost- und Südeuropa. Die Droge des Katzenpfötchens, welche medizinische Verwendung findet, wird hauptsächlich aus Polen, der Türkei und aus Russland importiert.
Man findet die Pflanze in lichten und trockenen Wäldern, auf Heiden und Alpenmagermatten. Beim Katzenpfötchen handelt es sich um eine krautige, mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu zwanzig Zentimetern
erreicht. Der Wurzelstock ist walzenförmig und kriechend. Dieser treibt die bewurzelten oberirdischen Ausläufer. Der Stängel ist einfach und weiß-filzig. An ihm bilden sich die lanzenförmigen Stängelblätter.
Auf der Oberseite sind die Blätter meist kahl, auf der Unterseite hingegen sind sie seidig, wollig behaart. Zudem verfügt das Katzenpfötchen über ungeteilte Grundblätter, die eine Länge von bis zu 3,5 Zentimetern erreichen können und rosettenförmig angeordnet sind.
Die Blütezeit erstreckt sich auf die Monate Mai bis Juli. Zu dieser Zeit bildet sich an den Spitzen der Stängel ein Blütenköpfchen, welches etwa 6-10 mm lang ist. Der Blütenstand ist in Form einer Traube und endständig. Die Blütenköpfchen sind zweihäusig und getrennt geschlechtlich. Die Hüllblätter der weiblichen Köpfchen sind meist dunkelrot bis rosa, die der zwittrigen dagegen weißgelblich oder rot.
Gesammelt werden die Blüten kurz vor dem Aufblühen und diese werden anschließend getrocknet. Die für die Heilkunde in Betracht kommenden Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Harze und Flavonoide. Katzenpfötchen wirken hustenreizmildernd, auswurffördernd und schleimlösend. Zudem sollen die enthaltenden Flavonoide krampflösend und auf den Gallenfluss schwach anregend wirken.
Äußerlich wird es auch als Badezusatz für schlecht heilende Wunden verwendet. Es liegen nach heutigem Stand keinerlei Erkenntnisse bezüglich der Unbedenklichkeit und Wirkung des Katzenpfötchens vor, daher wird es überwiegend nur anderen Teemischungen beigesetzt.
Um einen Tee herzustellen, verwendet man zwei Teelöffel der getrockneten Droge und übergießt diese mit einer Tasse kochenden Wasser. Anschließend für 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Es wird empfohlen, 3- bis 4-mal täglich eine frisch zubereitete Tasse Tee zu trinken. Für Umschläge und als Badezusatz gilt der gleiche Auszug.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie bei Kindern unter 12 Jahren sollte von der Anwendung Abstand genommen werden. Bei Gallenfluss und bei Gallensteinleiden sollte keine Anwendung erfolgen, und wenn dann nur nach Rücksprache mit einem Arzt.
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