Startseite arrow Medizin arrow Hausmittel arrow Heilkraeuter arrow Kardamom (Elettaria cardamomum)
 
Startseite
News
Ratgeber
Ernaehrung
Familie
Medizin
Krankheiten
Kardamom (Elettaria cardamomum)
Hausmittel und Selbstmedikation - Heilkräuter

Kardamom

Kardamom, mit lateinischem Namen als Elettaria cardamomum bezeichnet, stammt aus der Familie der Ingwergewächse. Im Volksmund sind einige andere Namen bekannt, wie beispielsweise Cardamompflanze oder Malabarcardamom.

Ursprünglich stammt die Kardamompflanze aus Ceylon, Südindien und Malaysia. Heute wird sie jedoch auch in Guatemala und Indien kultiviert, dabei wird der Strauch in Plantagen angebaut.

Beim Kardamom handelt es sich um eine ausdauernde Staude, die ein stark bewurzeltes Rhizom ausweist und um eine mehrjährige Pflanze. Die einzelnen Halme können eine Höhe bis zu 5,5 Metern erreichen, werden aber meistens nur etwa zwei bis drei Meter hoch. Diese weisen eine
Vielzahl von Blättern auf, die eine lanzenartige Form haben. Aus den unteren Stängeln der Pflanze treiben seitlich Blütenstiele aus, die eine Höhe von bis zu 1,5 Metern erreichen. Die Blüten haben eine blassbläuliche Färbung mit einem gelblichen Rand und sind in Form einer Rispe angeordnet. Die strohigen Kapseln sind grünlich bis gelblich gefärbt und in ihrer Form eiförmig bis länglich. Im Inneren sind sie in drei Fächer geteilt, in denen sich die Samen befinden, die in ihrer Färbung grau bis rötlichbraun sind.

Die Samen sind das eigentliche Gewürz und finden zudem in der Heilkunde Verwendung. Da die Samenkapseln nicht alle zur gleichen Zeit reifen, findet die Ernte in regelmäßigen Abständen statt. Geerntet wird die ganze Kapsel bevor sie aufspringt, also in einem unreifen Zustand. Anschließend wird die Kapsel getrocknet, entweder durch Sonneneinstrahlung oder in speziellen Trockenkammern. Erst dann werden die Samen den Kapseln entnommen, so wird gewährleistet, dass das Aroma nicht verfliegt.  

Durch das enthaltene ätherische Öl in den Samen wird diesen ein würziges bis süßlich scharfes Aroma verliehen. Da, wie bereits erwähnt, das Aroma sehr schnell verfliegt, sollte man beim Kauf des Gewürzes darauf achten, nur ganze Kapseln zu erwerben und diese bei Bedarf öffnen und die Samen mahlen oder mörsern.

Im Handel wird jedoch zudem auch Kardamompulver angeboten, bei der Verarbeitung wird meist jedoch auf die Trennung von Kapsel und Samen verzichtet, so das auch die Fruchtschalen (geschmacklos) mit verarbeitet werden. Als Gewürz sind die Kardamomsamen aus der asiatischen Küche nicht mehr wegzudenken und sind hier fester Bestandteil im indischen Maslas und dem Currypulver.

Aber auch in Europa werden Kardamomsamen bei der Zubereitung von Speisen verwendet.  Man findet sie als Gewürz vielfach in der Weihnachtsbäckerei, speziell in Spekulatius und Lebkuchen. Aber auch in Likören und diversen Wurstwaren werden Kardamomsamen eingesetzt. Zudem sind sie Bestandteil in vielen verschiedenen Gewürzmischungen. Dem Kaffeemehl für die Zubereitung eines arabischen Mokkas wird häufig Kardamom zugegeben. Auch bei dem traditionellen Milchtee, der nach dem islamischen Morgengebet serviert wird, findet Kardamom Verwendung.

Das ätherische Öl, welches aus den Samen gewonnen wird, findet medizinische Verwendung. Aber bereits das Kardamom, welches in den Speisen enthalten ist, hat eine gesundheitsfördernde Wirkung. Wenn man die Kardamomkapsel mit kochendem Wasser übergießt, kann man einen intensiv, gesundheitsfördernden Tee herstellen, der nach Belieben durch Zugabe von anderen Kräutern, wie beispielsweise Pfefferminze oder Ringelblume im Geschmack verfeinert werden kann. Dabei sollte der Tee für mindesten 5 Minuten zugedeckt stehen gelassen werden, damit die wohltuende Wirkung der ätherischen Öle sich voll entfalten kann.

Der Tee hat eine beruhigende und stärkende Wirkung auf den Magen, vertreibt Blähungen und wirkt verdauungsfördernd. Zudem wird Kardamom eine heilende Wirkung bei Erkältungsbeschwerden und eine stimmungshebende Wirkung nachgesagt.

Wie viele andere Gewürze auch, wirkt Kardamom zudem als Aphrodisiakum. Ein altes Hausmittel besagt, dass das Kauen der Kardamomsamen, den Atem erfrischen soll, und Atemgerüchen nach dem Verzehr von Knoblauch oder Alkohol entgegenwirkt.
 
Achtung Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

© 2012 Gesundheitsratgeber24.de
Kontakt | Impressum | Werbung | Team | Presse | Über uns