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Kampferbaum (Cinnamomum caphora) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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KampferbaumDer Kampferbaum, mit lateinischem Namen als Cinnamomum caphora bezeichnet, stammt aus der Familie der Lorbeergewächse. Im Volksmund wird er häufig auch mit dem Namen Kampferlorbeer bezeichnet. Ursprünglich ist er im Süden Chinas, in Japan und in Vietnam beheimatet. In Sri Lanka und in Afrika wird der Kampferbaum gezüchtet. Bereits seit 2000 Jahren wurde natürlicher Kampfer aus dem Holz des Kampferbaumes gewonnen. Aus einem Bericht von Marco Polo, aus dem 13. Jahrhundert überliefert, wurde bereits von der Verwendung erzählt. Demzufolge haben die Chinesen bereits damals Kampferöl als Medikament und als Duft zum Einbalsamieren sehr geschätzt.
Beim Kampferbaum handelt es
sich um einen immergrünen Baum, der eine Höhe von 30 bis 50 Metern erreicht. Der aufrechte Stamm weist eine rissige Rinde auf, die eine grau-braune Färbung hat und im oberen Bereich eine Vielzahl von Ästen bildet, die knorrig verzweigt sind. Die Blätter des Kampferbaumes weisen auf der Oberseite eine gelblich-grüne Färbung auf, auf der Unterseite dagegen dunkelgrün. Von ihrer Form her sind sie oval und zudem ganzrandig und glänzend. Die Oberfläche der Blätter weist eine lederartige Konsistenz auf. Ein Blatt wird etwa 4 Zentimeter breit und kann eine Länge von zehn Zentimetern erreichen, daran erstreckt sich ein Stil von einer Länge bis zu 3 Zentimetern.
Die Blütezeit erstreckt sich auf den Frühsommer. Dann bilden sich kleine, weiße Blüten, die in Büscheln stehen und einen süßlich aromatischen Duft haben. Hieraus entwickeln sich später die erbsengroßen Früchte in ihrer schwarzen Färbung.
Das wichtige ätherische Öl des Kampferbaums, auch als natürliches Kampfer bezeichnet, findet sich vor allem im unteren Stammabschnitt wieder. Dort ist der Gehalt am größten. Aber auch Kampferbaumöl wird aus dem Holz gewonnen, welches eine vielfache Verwendung in der Industrie findet.
Das ätherische Öl wird aus dem Holz des 50 bis 60 Jahre alten Kampferbaumes durch Wasserdampfdestillation gewonnen und im Anschluss gereinigt. In der Heilkunde wird das natürliche Kampfer bei Rheuma, Muskelschmerzen und zur Anregung von Herz und Kreislauf angewendet. Auf die Haut bezogen wird dem Kampfer eine schmerzstillende, juckreizstillende und durchblutungsfördernde Wirkung nachgesagt.
Aufgrund der beträchtlichen Toxizität des Kampfers wird er heute nur noch äußerlich angewendet. In vielen Erkältungsbalsamen findet man Kampfer als Inhaltsstoff. Die Inhalation des flüchtigen Kampfers wirkt krampf- und schleimlösend.
Heute findet man den Gehalt an Kampfer in vielen Arzneien wieder, die zur Behandlung von Muskelschmerzen, Rheuma oder Erkältungskrankheiten dienen. Meist handelt es sich dabei um Salben, die einen Gehalt von 10-20 Prozent des Kampfers aufweisen, in Ausnahmefällen auch 25 Prozent. Grundsätzlich sollten diese bei kleinen Kindern nicht angewendet werden. Auch bei Krankheiten wie Keuchhusten, Asthma, Pseudokrupp und während der Stillzeit sollte keine Anwendung erfolgen.
In seltenen Fällen kann es bei der Anwendung zu Nebenwirkungen kommen, die sich durch allergische Symptome zeigen, wie beispielsweise Hautausschläge, Rötungen, Schwellungen, Kontaktekzeme. Auch eine Verkrampfung der Bronchialmuskeln mit einer verbundenen Atemnot kann in seltenen Fällen vorkommen. Eine Überdosierung oder orale Einnahme kann zur Vergiftungen führen, daher sollte auf eine großflächige äußerliche Anwendung verzichtet werden. Für Kinder liegt die tödliche Dosis an Kampfer bereits bei 1 Gramm, bei Erwachsenen sind es 20 Gramm, eine Vergiftung kann sich bei Erwachsenen jedoch schon bei 2 Gramm Kampfer zeigen.
Eine weitere Verwendung findet das weiße Kampferöl in der Kosmetikindustrie, wo es seine Bedeutung bei der Herstellung von Parfüms, Seifen und Deodorants hat.
Das so genannte safrolfreie Kampferöl findet Verwendung bei der Herstellung von Aromen, wie beispielsweise Pfefferminz oder Vanille. In der Industrie dient Kampferöl auch als Lösungsmittel für Tinte, Farben und Lacke.
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