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Johanniskraut (Hypericum Perforatum L.) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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Johanniskraut - Hypericum Perforatum L.Hippokrates, Paracelsus, Bock, Matthiolus und viele andere mehr sind die Gewährsleute, auf deren Aussage sich die Anwendung in der Volksmedizin stützt. Das Johanniskraut wird in der Schulmedizin ebenso verwendet wie in der Homöopathie.
Merkmale: Das Johanniskraut ist eine ausdauernde Pflanze mit einer Höhe von 25 bis 90cm. Die Stängel sind im oberen Teil reich verzweigt. Die gegenständig angeordneten Blätter sind elliptisch oder eiförmig, ganzrandig oder kahl. Die Größe schwankt zwischen 1,5 und 3cm. Die goldgelben Blüten sind fünfzählig und mit schwarzen Drüsenschuppen besetzt. Das Erkennen des Johanniskrautes wird durch drei markante Merkmale erleichtert.
/> 1. Das Johanniskraut hat einen zweikantigen Stängel, welcher im Pflanzenbereich sehr selten vorkommt. 2. Wenn man die kleinen Blätter gegen das Licht hält erkennt man darin helle kleine Punkte, welche den Eindruck erwecken als sei die Pflanze durchlöchert. Die Blätter des Johanniskrautes sind Sekretblätter, die eine helle Flüssig aus ätherischen Öl und Harz enthalten. 3. Die gelben Blüten verfärben sich blutrot, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt.
Die Blütezeit ist zwischen Juli bis September.
Vorkommen: Das Johanniskraut ist in der Regel an Wegrändern, Dämmen, Feldrainen, in lichten Wäldern und Gebüschen von Mitteleuropa zu finden.
Richtig sammeln: Das Johanniskraut wird gesammelt wenn es voll erblüht ist. Hierfür wird es kurz über dem Boden abgeschnitten und zu Büscheln vereinigt. Danach wird es an der Luft an einem schattigen Ort getrocknet.
Die Wirkstoffe: Ätherisches ÖL, Flavonoide, Harze, Gerbstoffe und Rhodan machen das Johanniskraut zu einer beliebten Arzneipflanze.
Anwendungsformen: Die Inhaltsstoffe in Verbindung ihrer Gesamtheit regen die Drüsen der Verdauungsorgane an und tonisieren gleichzeitig. Eine leicht beruhigende Wirkung wirkt übt das Hypericin aus, darüber hinaus beeinflusst es depressive Zustände, besonders im Klimakterium. Bei Behandlung mit Johanniskraut ist nach etwa 4 bis 6 Wochen eine deutliche Aufhellung der Stimmungslage zu erkennen. Somit kann man das Johanniskraut als pflanzliches Antidepressivum bezeichnen. Bei den so genannten symptomatischen und den reaktiven Depressionen kann das Johanniskraut die chemischen Mittel weitestgehend ersetzen. Auch das Bettnässen kann mit dieser Pflanze behandelt werden.
Rezept: Johanniskraut Tee; 2 gehäufte Teelöffel Johanniskraut werden mit ¼l Wasser übergossen und bis zum Sieden erhitzt. Nach wenigen Minuten seiht man den Tee ab. 2-3 Tassen Täglich ist genau die richtige Dosierung. Eine Kur mit diesem Tee sollte über zwei Wochen konsequent durchgeführt werden, während dieser Kur sollte man auf Grund der Lichtempfindlichkeit der Pflanze das Sonnenlicht meiden. Für die äußere Anwendung eignet sich Johanniskraut Öl
Johanniskraut Öl; man gebraucht das Kraut dessen Blüten gerade aufgegangen sind. Für ½ l Öl werden 25 g Verwendet. Die frischen Blüten werden zerquetscht oder in einem Mörser zerstoßen und etwas zerrieben. Dann setzt man 500g Olivenöl zu, mischt das Ganze und füllt es in eine geräumige Weinflasche aus weißem Glas, welche zunächst unverschlossen bleibt. An einem warmen Ort überlässt man die Mischung, unter gelegentlichem Umrühren, der Gärung. Wenn diese nach 3 bis 5 Tagen beendet ist, wird die Flasche gut verschlossen und solange dem Sonnenlicht ausgesetzt bis das Öl eine leuchtend rote Farbe angenommen hat. Das ist nach etwa 6 Wochen der Fall. Dann wird das Ganze abgepresst, das Öl von der recht wässerigen Schicht abgegossen und in gut schließenden Flaschen aufbewahrt. Innerlich kann das Öl als galletreibendes Mittel oder zur Behandlung eines überreizten Magens angewendet werden. 2-mal täglich 1 Teelöffel, ist hierfür die richtige Dosierung.
Johanniskraut Tinktur; 10g getrocknetes Johanniskraut werden mit 50g Alkohol (70%) übergossen und 10 Tage lang ausgezogen. Nach dem Abpressen ist die Tinktur gebrauchsfertig.
Nebenwirkung: Ganz abgesehen davon das Johanniskraut lichtempfindlich macht und man aus diesem Grund bei einer Tee- oder auch Öl Kur das pralle Sonnenlicht, Solarien oder Höhensonne meiden sollte, sind bei einer normalen Dosierung keine Nebenwirkungen bekannt. Johanniskraut ist selbst bei längerer Anwendung gut zu vertragen.
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