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Fuchskreuzkraut (Senecio fuchsi)
Hausmittel und Selbstmedikation - Heilkräuter

Fuchskreuzkraut

Das Fuchskreuzkraut, mit lateinischem Namen als Senecio fuchsi oder Senesio ovatus bezeichnet, stammt aus der Familie der Korbblüter. In den Jahren sind einige verschiedene volkstümliche Namen entstanden, wie beispielsweise Heidnisch Wundkraut, Heidnisch Kreuzkraut, Hain-Greiskraut, Hain-Kreuzkraut oder auch Fuchssches Greiskraut.

Man findet das Fuchskreuzkraut über ganz Europa verbreitet, wobei es bevorzugt in Wäldern wächst. Nährstoffreiche Mischwälder, aber auch Nadelwälder werden vom Fuchskreuzkraut bevorzugt. In der Regel findet man es eher in den Hochebenen, im Flachland kommt es dagegen seltener vor. Daher findet man es weit verbreitet in den Alpen und im Mittelgebirge.
Die Wälder des Schwarzwaldes zählen als
ein beliebter Standort des Fuchskreuzkrautes und man kann ihm dort überall begegnen.

Beim Fuchskreuzkraut handelt es sich um eine einjährige Pflanze, die in der Regel eine Höhe von einem Meter erreicht, in Ausnahmefällen jedoch auch bis zu 1,50 Meter hoch werden kann. Der Stängel ist im unteren Bereich nicht verzweigt, im oberen Bereich kann er dagegen eine Verzweigung bilden, wenn sich ihm genügend Platz bietet.

Direkt am Stängel wachsen Blätter, die eine schmale und lanzenartige Form aufweisen. Die Ränder der Blätter weisen eine leichte Zahnung auf und besitzen eine Spitze. Die Blütezeit des Fuchskreuzkrautes erstreckt sich auf die Monate ab Ende Juni oder Anfang Juli bis in den September. Hierzu bildet die Pflanze lockere Trauben, an denen sich kleine gelbe Blüten bilden. Die Blüten weisen Röhren in einer dunkelgelben bis bräunlichen Färbung auf. Diese stehen auffällig aus der Mitte heraus. In den meisten Fällen entstehen nur fünf schmale und leuchtendgelbe Zungenblüten.

Obwohl das Fuchskreuzkraut in unseren heimischen Wäldern weit verbreitet ist, ist es doch recht unbekannt. Daher wird es in der Heilkunde nur selten eingesetzt, obwohl es gerade bei Blutungen eine gute Wirksamkeit haben soll. Zum anderen wird es aber kaum verwendet, weil man es sehr schnell mit nahen Verwandten verwechseln kann. Es sieht zum einen dem Senecio nemorensis sehr ähnlich, zum anderen haben sich in den Jahren aber auch Pflanzen durch Kreuzung der beiden verschiedene Pflanzen gebildet.

Das ursprüngliche echte Fuchskreuzkraut weist nur einen sehr geringen Teil von Pyrrolizidinalkaloiden auf, wogegen die verwandten Arten einen deutlich höheren Teil haben. Der Wirkstoff Pyrrolizidinalkaloiden führt bei höherer Dosis und bei längerem Gebrauch zu Leberschäden. Da die Pflanzen sehr häufig und auch sehr schnell verwechselt werden, wird meist auf eine Anwendung mit dem Fuchskreuzkraut verzichtet.

Bei der Verwendung des Fuchskreuzkrautes in der Heilkunde, wird aus seinem Kraut ein Tee oder eine Tinktur hergestellt. Bei der Teezubereitung wird das Kraut einfach mit kochendem Wasser übergossen und man lässt es anschließend etwa fünf Minuten ziehen, bevor man es anschließend abseiht. Die Tageshöchstdosis sollte in der Regel 4 bis 5 Tassen Tee nicht überschreiten, bei einer hergestellten Tinktur werden als Höchstdosis 3-mal täglich etwa 10 bis 50 Tropfen angegeben.

Der Behandlungszeitraum sollte sich nur auf eine kurze Zeit erstrecken. Das Fuchskreuzkraut ist bekannt für seine Wirkung bei Schleimhautblutungen und wird daher häufig bei Nasenbluten, Zahnfleischblutungen und zur Minderung der monatlichen Menstruationsblutung verwendet.

Da ihm auch krampfstillende Eigenschaften nachgesagt werden, soll das Fuchskreuzkraut auch bei Beschwerden während der Menstruation und in den Wechseljahren helfen. Nachgesagt wird ihm auch eine Wirksamkeit gegen Diabetes, welche jedoch durch Studien bisher nicht belegt werden konnte.

Eventuell kann es einem erhöhten Blutzuckerwert entgegenwirken, da es aber über einen längeren Zeitraum keine Anwendung finden sollte, empfiehlt sich keine Behandlung mit dem Fuchskreuzkraut bei Diabetes.
 
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