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Frauenmantel (Alchemilla) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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FrauenmantelDer Frauenmantel, mit lateinischem Namen Alchemilla bezeichnet, stammt aus der Gattung der Rosengewächse. Im Volksmund besitzt der Frauenmantel zahlreiche andere Namen, wie beispielsweise Frauenhilf, Frauenrock, Mäntli, Perlkraut, Taukraut, Weiberkittel, Taumantel Milchkraut, Marienkraut und zahlreiche andere.
An seinen Standort stellt er keine besonderen Ansprüche daher findet man ihn nahezu in allen Teilen der Welt. Der Frauenmantel bevorzugt jedoch lichte Wälder, Gebüsche und Wiesen. Auffällig ist seine Teppich bildende Art, wenn er einen Standort gefunden hat, der ihm besonders gut gefällt. In anderen Bereichen hingen kommt er nur vereinzelt vor.
Es handelt sich beim Frauenmantel um eine krautige
und mehrjährige Pflanze, die ausdauernde Wurzeln mit Zahlreichen Köpfen und in einer dunklen Färbung treibt. Die zarte Pflanze erreicht gerade mal eine Höhe von 10 bis 50 Zentimetern. Dazu treibt die Wurzel im Frühjahr mehrere Stängel aus, an denen sich runde und behaarte Blätter bilden. Die Blattränder sind gezahnt und entsprechend dem Namen wie ein Mantel in etwa 7 bis 11 Lappen gefaltet. Durch die entstehende kelchartige Form der Blätter sammelt sich in dessen Mitte häufig der Tau. Dieses Merkmal ist ein typisches Erkennungszeichen des Frauenmantels.
Die Blütezeit des Frauenmantels erstreckt sich auf die Monat Mai bis September, wozu aus manchen der Blätter Stängel entspringen, an denen sich in Form von Trugdolden kleine, gelbe Blüten bilden. Durch die rasch wachsende Art der Pflanze, findet sie häufig auch in Ziergärten ihren Platz, wo sie sich sehr schnell vermehrt.
Bekannt geworden ist der Frauenmantel durch seine Verwendung in der Frauenheilkunde. Aus Aufzeichnungen ist bekannt, dass die Pflanze bereits im frühen Mittelalter in der Medizin Anwendung fand.
Heutige Forschungen haben jedoch bisher keinen Nachweis erbringen können, dass der Frauenmantel eine positive Wirkung auf Beschwerden erbringt. Man findet ihn jedoch häufig als Inhaltsstoff bei Durchfallerkrankungs-Tees, wo er überwiegend durch seinen hohen Gehalt an Gerbstoffen zum Einsatz kommt.
Obwohl dem Frauenmantel in der Schulmedizin nur geringe Heilkräfte nachgesagt werden, wird er traditionell in der Frauenheilkunde eingesetzt. Dabei wird das Kraut blühend in den Monaten Mai bis September gesammelt, welches Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glykoside, Phytosterin, Saponine und Tannine enthält.
Der Einsatz des Frauenmantels ist wohl auf die enthaltenen Pflanzenhormone zurückzuführen, die eine Ähnlichkeit mit dem weiblichen Progesteron haben. Mangelzustände, die zu Wechseljahresbeschwerden oder zu prämenstruellen Störungen führen, können durch den Frauenmantel ausgeglichen werden. Es wird ihm eine entkrampfende Wirkung nachgesagt, was sich wiederum positiv auf die Gebärmuter auswirkt.
Angewendet wird der Frauenmantel überwiegend als eine Tee-Zubereitung und lindert so Beschwerden während der monatlichen Menstruation, prämenstruellen Syndrome oder Wechseljahresbeschwerden.
Als äußerst hilfreich hat er sich zudem während und auch nach der Geburt erwiesen. Zudem regt er nach der Geburt die Milchbildung in der Brust der Frau an, daher wird empfohlen, ihn während der gesamten Stillzeit einzunehmen. Aber auch als Sitzbad angewendet, kann der Frauenmantel Beschwerden nach der Geburt lindern und bei Weißfluss helfen.
Zudem gibt es zahlreiche Anwendungsgebiete, in denen der Frauenmantel als Waschung, Bad oder als Umschlag dient. Hierzu gehören beispielsweise Hauterkrankungen, Ekzeme, eitrige Furunkeln, etc. Sehr interessant ist, dass man auch über eine Wirkung im Zusammenhang mit Kinderwunsch nachlesen kann. Durch die Einnahme von Frauenmantel-Tee soll die Durchblutung des Beckens gefördert werden, was wiederum eine Förderung der Eibläschen-Reifung und den Aufbau der Schleimhaut der Gebärmutter mit sich bringen soll.
Auch wird ihm eine Wirkung bei unregelmäßigen Zyklen und Zyklusstörungen nachgesagt. Zur Teeherstellung nimmt man etwa 3 Teelöffel des Frauenmantelkrautes und übergießt dieses mit rund einem viertel Liter kochendem Wasser. Vor dem Verzehr sollte der Tee etwa 10 Minuten ziehen. Alternativ gibt es heute auch fertige Teebeutel des Frauenmantels zu kaufen. Die Tagesdosis sollte jedoch vier bis fünf Tassen des Tees nicht überschreiten, denn auch bei Naturheilmittel handelt es sich schließlich um Medikamente.
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