Startseite arrow Medizin arrow Hausmittel arrow Heilkraeuter arrow Färberginster (Genista tinctoria L.)
 
Startseite
News
Ratgeber
Ernaehrung
Familie
Medizin
Krankheiten
Färberginster (Genista tinctoria L.)
Hausmittel und Selbstmedikation - Heilkräuter

Färberginster

Der Färberginster, mit lateinischem Namen Genista tinctoria L. genannt, gehört zu der Familie der Schmetterlingsblütengewächse. Im Volksmund wird er häufig auch mit einer Reihe von anderen Namen bezeichnet, wie beispielsweise gelbe Scharte, Grünholz, Rohrheide, Farbkraut oder Gilbkraut.  

Dabei handelt es sich um einen Halbstrauch, der eine Höhe von etwa 80 Zentimetern erreicht, wenn er kultiviert wird, sind sogar Höhen bis zu 2 Metern möglich. Die Verbreitung des Färberginsters zieht sich über Europa, den Kanaren, den Mittelmeerraum bis nach Westasien. In den USA finde man ihn ebenso, jedoch wird er dort nur kulturell gezüchtet.

Grundsätzlich stellt er
an seinen Standort keine gehobenen Ansprüche und so findet man ihn sowohl auf trockenen Wiesen und Heiden, als auch in Kiefern-, Eichen- und Trockenwäldern. Man findet den Färberginster sowohl im Flachland als auch in Höhen bis zu 1800 Metern über NN. Dabei bevorzugt der Färberginster in erster Linie lehmigen, kalkarmen Boden, wächst aber auch auf Ur- und Kalkgestein, wobei er Grundfeuchte anzeigt.

Der Färberginster-Strauch bildet in seinem Wachstum eine kräftige Pfahlwurzel, die eine Länge bis zu einem Meter erreichen kann. Die Zweige mit ihren einfachen und ganzrandigen Laubblättern weisen eine grüne Färbung auf. Die Oberfläche der Zweige weist eine tiefe Durchfugung auf und kann sowohl kahl als auch behaart sein. Die Stängel dagegen sind grundsätzlich unbewehrt.

Die Blütezeit des Färberginsters erstreckt sich auf die Monate Mai bis August. In dieser Zeit bildet der Strauch 2 bis 6 Zentimeter lange, endständige Rispen, an denen sich eine Vielzahl von Blüten bilden. Dabei sind die Blüten, die bis zu 1,5 Zentimeter lang sein können, in Form von Trauben angeordnet und weisen eine gelb leuchtende Farbe auf. Die Blütenkrone ist kahl und der Kelch dagegen kann eine Behaarung aufweisen. Die Blumenblätter springen nur bei Berührung auf und die Blüte entfaltet sich.

Auf Grund seiner Inhaltsstoffe wurde der Färberginster bereits zur Römer Zeiten als Färbemittel verwendet. Die Farbstoffe können sowohl aus Blüten, Blättern als auch aus den Zweigen gewonnen werden. Alle Pflanzenteile enthalten die beiden gelben Farbstoffe Luteolin und Genistein.  

Zur Farbherstellung werden die benötigten Pflanzenteile zumeist vor der Blüte geerntet und die gewonnene Farbe zeichnet sich durch seine Lichtechtheit aus. Überwiegend wurde mit den Farbstoffen Wolle gebeizt, die hierdurch eine zitronengelbe Färbung erhielt. Mit der Nachbehandlung anderer Farbstoffe ließen sich andere Farbtöne herstellen, zum Beispiel olivgrün mit Kupfersulfat.

In der Volksmedizin findet das Färberginsterkraut auch als Diuretikum Anwendung, wo es zur Förderung der Verdauung eingesetzt wird. Da die Pflanze jedoch als hochgiftig eingestuft wird, ist auch von einer Behandlung, aufgrund der möglichen Nebenwirkungen, abzuraten.

Vor allem in den Blättern und Samen findet man den hochgiftigen Inhaltsstoff Alkaloid Cytisin. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat daher die Empfehlung herausgegeben, die Pflanze nicht in leicht kinderzugänglichen Anlagen wachsen zu lassen, da des Öfteren gerade bei Kindern zu Vergiftungen kommt.

Das in der Pflanze enthaltene Alkaloid Cytisin hat eine nikotinartige Wirkung. Eine Vergiftung mit dem Wirkstoff bewirkt meistens schweres Erbrechen. Bleibt dieses jedoch aus, kann es zu schweren Vergiftungen führen. Sollte der Verdacht einer Vergiftung aufgrund des Färberginsters bestehen, so sollte man sich auf jeden Fall an den Giftnotruf wenden.

Da das Färberkraut als pflanzliches Arzneimittel eine Reihe von Nebenwirkungen mit sich bringt, sollte man auf andere Mittel zugreifen, wie beispielsweise Löwenzahn oder Birkenblätter. Auf keinen Fall sollte das Färberkraut in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit angewendet werden, da ein Ausschluss einer fruchtschädigenden Wirkung nicht gegeben ist.
 
Achtung Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

© 2012 Gesundheitsratgeber24.de
Kontakt | Impressum | Werbung | Team | Presse | Über uns