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Artischocke (Cynara scolymus) |
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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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ArtischockeDie Artischocke kennen viele als essbare Pflanze. Tatsächlich kann man bei dieser Kulturpflanze den Blütenstandskopf essen. Es handelt sich bei der Artischocke um eine Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse, die ebenfalls als Heilpflanze verwendet wird.
Die Geschichte dieser Pflanze geht bis in das spätzeitliche Ägypten zurück. Hier wurde sie das erste Mal erwähnt. Auch in späteren Zeiten schätzte man die Artischocke, sie wurde auf römischen Marktplätzen gehandelt, später nach Frankreich und Großbritannien gebracht und im späteren Frankreich galt sie sogar als Zeichen von Reichtum und vornehmer Lebensart.
Die Artischocke ist sehr frostempfindlich, was ihre Verbreitung in unseren
Breitengraden fast unmöglich macht. Hauptsächlich trifft man sie im Mittelmeerraum, in Afrika und in Südamerika.
Die Artischocke wird bis zu 2 Meter hoch und bildet große Blattrosetten. Wer Artischocken anbauen möchte, der sollte auf sonnige Plätze achten und der Pflanze sehr viel Raum einplanen. Die Blütenköpfe werden noch in geschlossenem Zustand geerntet, tut man das nicht, dann blühen sie auf und zeigen große violette Blüten.
Die Blütenköpfe sind feinherb bis bitter im Geschmack und werden in Salzwasser mit etwas Zitrone gekocht. Essbar sind aber nur die Blütenböden, was die Vorgehensweise beim Zerlegen der Mahlzeit etwas abenteuerlustig werden lässt.
Artischockenherzen kann man auch, fertig eingelegt, käuflich erwerben.
Ihre Anwendung als Heilpflanze findet die Artischocke wegen ihrer appetitanregenden und verdauungsfördernden Wirkungen. Außerdem werden ihre cholesterinsenkenden und blutreinigenden Wirkungen ausgenutzt.
Der enthaltene Bitterstoff regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an, ihre Blätter verwendet man in Tees und Tinkturen.
Die Artischocke besitzt medizinische und diätische Eigenschaften, was ihr eine Verwendung in vielen Bereichen beschert.
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