|
Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
|
ArnikaDie Arnika gehört zu den Heilpflanzen, von der bestimmt jeder schon einmal etwas gehört hat. Sie wird auch Berg-Wohlverleih, Bergdotterblume, Engelkraut, Wundkraut, Kraftrose, Wolfsblume, Mönchskappe, Christwurz, Kraftwurzel, Bergwegebreit, Verfangkraut oder Mitterwurz genannt und steht, was vielleicht nicht jeder weiß, unter Naturschutz, was bedeutet, dass sie nicht ausgegraben oder gepflückt werden darf.
Die wichtigsten Merkmale von Arnika sind ihre beachtliche Höhe von bis zu 60 Zentimetern, ihr drüsenhaariger Stängel, die orange-gelben Blütenstände mit den dottergelben Blüten und ihr aromatischer Duft.
Wer Arnika anbauen möchte, der sollte ihr saure oder magere Böden anbieten, bestenfalls Wiesen, jedoch Kalk vermeiden.
/>Verbreitet ist diese Heilpflanze in Tallagen bis hin zu einer Höhe von 2800 Metern. Hauptsächlich trifft man sie in Berglandschaften, wie den Alpen, den Pyrenäen oder dem Balkan.
Was wichtig und unbedingt zu beachten ist, ist die Tatsache, dass Arnika giftig ist. Also bitte: keine Experimente und keine eigenständige Einnahme.
Ansonsten findet Arnika sehr wohl vielerlei Anwendung im Bereich der Medizin. Umschläge mit entsprechender Tinktur helfen bei Muskelzerrungen, Faserrissen und Quetschungen. Aber Vorsicht: eine zu hohe Konzentration kann die Haut nachhaltig schädigen. Arnikablüten wirken zum Beispiel entzündungshemmend und antiseptisch. Auch in Zahncremes oder Haarwassern findet Arnika Verwendung
Arnika verwendet man auch bei Herzbeschwerden oder Herzschwäche, weil die Bestandteile der Pflanze die Durchblutung der Herzkranzgefäße steigern. Es gilt aber auch hier: Vorsicht bei Überdosierung.
Am besten ist es, wenn man nur auf Fertigpräparate mit Arnikabestandteilen zurückgreift, und das zusätzlich unter ärztlicher Aufsicht macht, denn falsche Anwendungen und Überdosierungen haben verheerende Folgen.
Auch in der Geschichte lassen sich die Spuren von Arnika verfolgen. So schrieb man ihr unter anderem magische Kräfte zu. Sie galt als Zauberpflanze mit heilender Wirkung. Wann sie entdeckt und zum ersten Mal verwendet wurde, ist nicht mehr vollständig nachvollziehbar, Tatsache ist, dass sie zum Beispiel gegen den „Korndämon“ eingesetzt wurde und dass ihr, wahnsinnig machende Eigenschaften nachgesagt wurden.
Arnika wurde Zur Blume des Jahres 1986 gewählt, genauso wie zur Arzneipflanze des Jahres 2001. Außerdem ist sie Hauptbestandteil der Bildmarke des Naturparks Thüringer Wald, eine Quintessenz aus der Tatsache, dass Arnika hier besonders häufig auf den schöne Bergwiesen vorkommt.
|