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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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AnisAnis ist eine dieser Pflanzen, mit der man sofort Sinneswahrnehmungen verbindet. Sie ist sehr markant im Geschmack und im Geruch, so dass fast jeder eine Vorstellung von Anis hat. Das Aroma von Anis wird durch Anethol bestimmt, welches der Hauptbestandteil dieser Heilpflanze ist.
Verwendung findet Anis in vielen Gebieten und in den verschiedensten Richtungen, so zum Beispiel in Brot und anderen Backwaren, in Likören oder auch als Heilmittel. Aus den Früchten kann man ein Öl gewinnen, das eine schleimlösende Wirkung hat und somit als Hustenmittel Verwendung findet Eine andere Wirkung ist die antibakterielle, welche Anis auch gegen Blähungen und
Krämpfe einsetzbar macht.
Anis ist einjährig und wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die wichtigsten Merkmale, an denen man Anis erkennt, sind zum Beispiel der aufrechte, behaarte Stängel, die kleinen weißen Blüten, die in Doldenform wachsen und die Früchte, die etwa 3 Millimeter lang sind und behaart.
Wegen seiner vielseitigen Wirkungen und Anwendungen wird Anis in weiten Teilen der Welt angebaut, hauptsächlich aber in Südrussland.
Wer Anis selbst anbauen möchte, der sollte der Pflanze einen reichen Boden und sehr viel Licht gönnen. Der Boden sollte zudem gleichmäßig feucht gehalten werden. Im August oder September wird Anis geerntet, die Reife erkennt man an den gelb werdenden Stängeln.
Wer Probleme im Magen-Darm-Bereich hat, der sollte einmal versuchen, ob sich ein Anistee positiv auswirkt. Dazu wird ein Teelöffel Anis mit ungefähr einer Tasse kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten in Ruhe gelassen zum Ziehen.
Schon in sehr alten Tagen wurde Anis kräftig verwendet, so galt es früher zum Beispiel als Aphrodisiakum, und die Damen gaben ihren Männern zum Herbst hin anishaltige Getränke. Auch bei der Eingewöhnung von Tauben setze man Anis ein, es hieß, dass die Tauben mit viel Anis an den Schlag gewöhnt werden und gut gedeihen.
In Norddeutschland galt Anis noch dazu als Opfergabe bei Ernte- und Frühlingsfesten. An Hochzeitstagen zum Beispiel wurde Anisgebäck an die Gäste verteilt.
Eine lange Geschichte mit vielen Verwendungen, eine hohe Heilwirkung und eine optisch schöne Pflanze machen Anis zum unverzichtbaren Bestandteil unserer Welt. Anis muss man kennen, man muss es aber nicht mögen. Wie so oft gilt auch hier: Medizin muss nicht schmecken, sondern helfen.
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