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Hausmittel und Selbstmedikation -
Heilkräuter
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AlantDer Alant, auch unter dem lateinischen Namen Inula bekannt, gehört zu den Gewächsen der Korbblüter. Zudem findet man auch zahlreiche andere volkstümliche Bezeichnungen, wie beispielsweise Darmkraut, Brustalant, Altkraut, großer Heinrich, Edelwurz, Odinskopf, Helenenkraut oder Schlangenkraut.
Zahlreiche geschichtliche Erzählungen gehen auf den Namen Alant zurück. So heißt es beispielsweise, dass Helena einen Strauß Alant bei ihrer Entführung in den Händen hielt und der Pflanze so zu ihrem Namen verhalf. Andere Erzählungen berichten, dass die Tränen, die Helena bei Ihrer Entführung vergoss, die Pflanze entspringen ließen.
Ursprünglich stammt der Alant aus Zentralasien, findet sich heute jedoch in ganz
Europa weit verbreitet. In den Gärten ist die Pflanze nur noch sehr selten zu finden, obwohl sie früher zum Bestand eines Bauerngartens zählte.
Heute findet man den Alant überwiegend am Waldrand, an Bachböschungen und an Gräben. Als Standort bevorzugt er sonnige und feuchte Plätze. Der Wurzelstock der Pflanze ist stark verästelt und einzelne Wurzeln können bis zu 50 cm lang werden. Auf dem Wurzelstock
entspringt ein Stängel, der eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen kann. Dieser Stängel ist im oberen Bereich verzweigt und weist in seiner Gesamtheit eine Behaarung auf.
Man unterscheidet zwischen den Grundblättern, die gestielt sind, und den ungestielten, wechselständigen Stängelblättern. Die Blätter weisen die Form eines Eis auf und sind auf der Unterseitig filzig behaart, auf der Oberseite dagegen jedoch glatt. Sie können eine Größe von bis zu 40 Zentimeter erreichen und weisen einen unregelmäßig gezahnten Rand auf.
Die Blütezeit des Alants erstreckt sich auf die Monate Juni bis September. Zu dieser Zeit bilden sich goldgelbe Blüten, die eine Größe von bis zu 7 Zentimeter aufweisen. Aufgrund des Blütenaufbaus wirkt diese immer etwas zerzaust. Sie sieht aus wie eine gelbe Scheibe mit zahlreichen kleinen Röhrenblüten und dünnen Strahlenblüten.
Der Alant ist als Heilpflanze sehr bekannt, dabei wird in erster Linie die Wurzel verwendet, die in den Monaten September bis November von 3-jährigen Pflanzen gesammelt wird. Diese bietet zahlreiche Inhaltstoffe, die in der Medizin Verwendung finden, wie Inulin, Ätherisches Öl, Triterpene, Sterole, Polyacetylene und Kieselsäure. Auf Grund dieser Inhaltstoffe findet der Alant bei zahlreichen Krankheiten Verwendung. Hierzu gehören Erkrankungen der Atmungsorgane, Verdauungsbeschwerden, Hautleiden, Harnwegsleiden und Stoffwechselerkrankungen.
Gegen Nervenschwäche findet der Alant auch in der Naturheilkunde seine Verwendung. Die Blüten des Alants werden lediglich in der chinesischen Medizin eingesetzt, wo sie ein wärmendes und auswurfförderndes Heilmittel darstellen.
Bei der Dosierung sollte man jedoch vorsichtig sein, da es bei einer überhöhten Einnahme zu Magen-, Darmbeschwerden und Schleimhautreizungen kommen kann. Wie bei allen Korbblütern, besteht auch bei dem Alant eine erhöhte Allergiegefahr. Gerade in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf eine Behandlung mit Alant verzichtet werden und nur auf ärztlichen Rat hin eine Anwendung stattfinden.
Früher wurden Alant - Wurzelstücke kandiert und dienten als Nascherei, die sehr verdauungsfördernd wirkte. Heute findet man die Bestandteile noch in sehr vielen Kräuterlikören.
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