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Akelei (Aquilegia vulgaris)
Hausmittel und Selbstmedikation - Heilkräuter

Akelei

Die Akelei bzw. gemeine Akelei, auch unter dem lateinischen Namen Aquilegia vulgaris bekannt, gehört zu der Familie der Hahnenfussgewächse. Neben dem Namen Akelei werden auch zahlreiche andere Bezeichnungen verwendet, die immer dieselbe Pflanze meinen. Hierzu gehören beispielsweise Glockenblume, Adlerblume, Harlekinsblume, Handschuh, Klockenblume, Hoselätzli, Schlotterhose, Narrenkappe, Weiberkappen oder auch Waldakelei.

Grundsätzlich kann man bei der Akelei verschiedene Arten unterscheiden. Neben der hier beschriebenen gemeinen Akelei gibt es noch die Alpen Akelei und die schwarze Akelei. In den Jahren sind jedoch auch zahlreiche Zuchtformen entstanden, die vor allem für die Anpflanzung in Gärten verwendet werden.

Man findet die
Akelei in Mittel- und Südeuropa. Eine weite Verbreitung findet sie bei uns in Mittel- und Süddeutschland, in der Schweiz und in Österreich ist sie ebenfalls häufig anzutreffen. In Ihrem Wachstum bevorzugt die Akelei kalkreiche Böden, die sie auf Bergwiesen, an Waldrändern und in lichten Laubwäldern findet. Dabei bevorzugt sie Standorte, die sonnig bis halbschattig liegen.

Die gemeine Akelei erreicht eine Wuchshöhe von etwa 80 cm und gehört zu den Stauden. Die Akelei ist eine mehrjährige Pflanze, deren Alter selten 8 Jahre überschreitet. In ihrem Wachstum bilden sie einen kräftigen, oft auch mehrköpfigen Wurzelstock. Die Blütezeit findet in den Monaten Mai bis Juli statt, in der die Pflanze meist blaue Blüten bildet, die an


aufrechten Stängeln hängen.  Jedoch sind auch Variationen in anderen Farben bekannt, wie violett, rosa oder weiß.
Die Blütenstängel sind weit verzweigt und weisen kleine Drüsenhaare auf, die sich bis zu den Blütenstielen ziehen.

Aufgrund des Nektars wird die Akelei häufig von Hummeln aufgesucht. Die Nektarblätter, die sich in den inneren Blütenblättern befinden, bieten eine Öffnung, die gerade einmal für den Kopf einer Hummel Platz bietet. Wegen ihrer wunderschönen Blütenform wird sie gern als Zierpflanze in den heimischen Gärten eingesetzt. Die Blätter der Akelei sind doppelt dreiteilig. Man muss jedoch die oberen und unteren Blätter unterscheiden, denn die unteren sind langgestielt, wogegen die oberen sitzen.

Bei der Akelei handelt es sich um eine Giftpflanze, die Magnoflorin und Glycoside als Bestandteile enthält. Aufgrund dieser Bestandteile wurde sie im Mittelalter auch als Heilpflanze eingesetzt, die bei Erkrankungen von Milz und Leber, Wassersucht, Gelbsucht und auch bei Wunden eingesetzt wurde.  Aber auch bei Impotenz und Krebs wurde die Akelei eingesetzt.

Durch die enthaltenen Giftstoffe in der Pflanze kann es bei der Einnahme von frischen Blättern für den Menschen zu Vergiftungserscheinungen kommen, die sich in Form von Krämpfen, Atemnot und Herzbeschwerden zeigen. In der Regel klingen die Symptome jedoch schnell wieder ab. Bei längerem Kontakt mit der Haut kann es zudem zur Blasenbildung und zu anderen Hautreizungen kommen. Wie man diversen Quellen entnehmen kann, soll die Akelei gerade für Ziegen giftig sein.

Heute findet eine Anwendung der Akelei in der Medizin nicht mehr statt. Dies liegt vor allem daran, dass die Inhaltsstoffe der Pflanze nur unzureichend untersucht wurden, somit kann über die Wirksamkeit und eventuelle Nebenwirkungen keine Aussage getroffen werden und von einer Anwendung mit Akelei ist deshalb Abstand zu nehmen.
 
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