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Adonisröschen (Adonis vernalis)
Hausmittel und Selbstmedikation - Heilkräuter

Adonisröschen

Das Adonisröschen gehört der Gattung der Hahnenfussgewächse an und wird mit lateinischem Namen Adonis bezeichnet, der aus der römischen Sage stammt. Der Sage zufolge soll Venus ihrem Geliebten Adonis in diese Pflanze verwandelt haben.

Doch kann die Pflanze zahlreiche weitere Bezeichnungen und Namen aufweisen, wie beispielsweise falsche Hellbore, böhmische Nieswurz, Frühlingsadonisröschen, falsche Nieswurz, Frühlingsröschen, Sommerteufelsauge, Teufelsauge oder  Sommerröschen.

Ursprünglich stammt das Adonisröschen aus Osteuropa, man findet es heute jedoch in ganz Europa verbreitet. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, findet man das Adonisröschen heute jedoch nur noch in bestimmten Gegenden und nur noch vereinzelt, weshalb es auch
zumindest bei uns in Deutschland unter Naturschutz steht. Es ist heute eher selten anzutreffen und sein Bestand geht immer weiter zurück.

Als Standort bevorzugt das Adonisröschen trockenen und halbtrockenen Rasen, man findet es auf Hängen und auch in Kiefernwäldern. Bei seinem Wachstum benötigt es einen sandigen und lockeren Kalkboden.

Das Frühlings-Adonisröschen ist leicht an seinem Aussehen zu erkennen. Die Pflanze erreicht nur eine Höhe von etwa 15 bis 25 cm. Im Frühling fällt die Pflanze besonders durch Ihre großen, goldgelben Blüten auf. Die Blüten können einen Durchmesser von 3 bis sogar 7 Zentimeter erreichen und tragen 10 bis 25 Blütenblätter. Die Blätter des Adonisröschens sind gefiedert mit einem Zipfel, der gespalten ist. Ein ähnliches Aussehen weist auch das verwandte Sommer-Adonisröschen auf, welches jedoch rote Blüten trägt.

Nach der Samenreife erfolgt eine Vermehrung entweder durch Teilen oder auch durch Aussaat. Wie das Frühlings-Adonisröschen ist auch das Sommer- und Herbst-Adonisröschen sehr giftig.

Bereits in der Antike war das Adonisröschen als Heilpflanze bekannt und man verwendete es bei Behandlungen gegen Wassersucht, Harn- und Steinleiden. Aber auch bei Hauterkrankungen, wie beispielsweise Flechten fand die Pflanze in der Behandlung Anwendung.

Auch heute noch findet das Adonisröschen Anwendung in der Medizin und zahlreiche Herz- und Kreislaufmittel enthalten Bestandteile dieser Pflanze. Von der Wirkung ist das Adonisröschen dem Fingerhut gleichzusetzen, jedoch weist es bedeutend weniger Nebenwirkungen in der Anwendung auf. Gleichzeitig findet das Adonisröschen aber auch in der homöopathischen Behandlung Verwendung, wo die Pflanze ebenfalls als Herzmittel eingesetzt wird. Der Bestandteil, der herzwirkend ist, nennt sich Glykoside und ist zudem überaus giftig. Den höchsten Gehalt von Glykosiden findet man in den Blüten des Adonisröschens, daher werden diese zur Blütezeit gesammelt und anschließend getrocknet.  

In einer zu hohen Dosierung oder einer falschen Dosierung kann eine Vergiftung auftreten, die sich durch Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen und Durchfällen zeigt. Im weiteren Verlauf jedoch auch zu Atemnot oder zu Störungen des Herzrhythmus führen kann. Zum Erbrechen oder Durchfällen kann es bereits kommen, wenn 0,02 g des Giftes eingenommen werden. Auch auf Tiere wirkt das Adonisröschen giftig, hierzu zählen beispielsweise Pferde, Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster.
 
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