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Zähneknirschen - Bruxismus

Zähneknirschen - Bruxismus

Möglichkeiten der Therapie bei durch Bruxismus verursachten Zahnschäden

Neben Karies und Parodontitis ist häufig auch Bruxismus dafür verantwortlich, dass Schäden an den Zähnen entstehen. Unter Bruxismus versteht man ein starkes Zähneknirschen und Zähnepressen, ohne dass Nahrung zerkleinert werden müsste. Dieses Phänomen tritt meistens in der Nacht auf – und zwar während der REM-Schlafphase.

Die Ursachen und Auswirkungen des Bruxismus
Schätzungsweise 80 Prozent aller Erwachsenen sind von nächtlichem Zähneknirschen betroffen. Oft ist ihnen gar nicht bewusst, welchen Belastungen ihre Zähne und ihre Kiefergelenke jede Nacht ausgesetzt sind. Es gibt Patienten, die
länger als eine Dreiviertelstunde lang mit einer Kraft von rund 100 kg mit den Zähnen knirschen und pressen! Dass das auf Dauer nicht ohne Folgen für die Gesundheit der Zähne und des Zahnhalteapparates bleiben kann, liegt auf der Hand. Durch ständiges Knirschen mit den Zähnen treten die für den Bruxismus typischen Schliff-Facetten an den Zähnen auf. Es kann auch zu abgewetzten Zahnkronen kommen. In besonders schlimmen Fällen lockern sich die Zähne und fangen sogar an zu brechen.

Aber nicht nur Zahnschäden entstehen durch fortgesetztes Knirschen, sondern auch Beschwerden beim Kauen, Kopfschmerzen und Verspannungen im Bereich der Schulter und des Nackens, sowie Schlafstörungen können auf starken Bruxismus zurückzuführen sein.
Als Ursachen des Bruxismus gelten vor allem unbewusste Aggressionen und psychischer Stress, die sich auf diese Weise bemerkbar machen. Auch bei starker Konzentration kann es dazu kommen, dass man unbewusst die Zähne aufeinander presst. Neben diesen psychischen Ursachen gibt es allerdings manchmal auch rein mechanische – zum Beispiel eine Prothese, die nicht richtig passt oder Kronen, Zahnfüllungen und Brücken, die schlecht sitzen.

Therapie und Prophylaxe von Zahnschäden durch Bruxismus
Stress und psychische Belastungen lassen sich leider nicht einfach vermeiden, aber es gibt Möglichkeiten, zu lernen, wie man besser mit ihnen fertig wird. Dabei können Entspannungsmethoden wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung, aber auch Meditation, Yoga und bestimmte Massagetechniken behilflich sein. Mit ihrer Hilfe kann man erreichen, dass man auch im größten Alltagsstress noch in der Lage ist, sich eine Zeitlang wirklich zu entspannen und so nicht gezwungen ist, seine Probleme und Schwierigkeiten im Schlaf mit den Zähnen weiter zu bearbeiten.
Natürlich kann auch der Zahnarzt helfen, wenn es darum geht, die durch Bruxismus verursachten Zahnschäden zu lindern und größere Schädigungen an Zähnen und Kiefergelenken zu vermeiden. Besonders bewährt hat sich die sogenannte Aufbiss-Schiene – eine durchsichtige Kunststoff-Schiene, die man sich vor dem Schlafengehen einsetzt, und die zuverlässig vor dem nächtlichen Zähneknirschen schützt. In besonders schlimmen Fällen kann der Zahnarzt auch dazu raten, die Zähne einzuschleifen, um sie vor weiteren Schädigungen zu bewahren.

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