|
Alternative Medizin -
Therapien
|
MakrobiotikMethodik Die Makrobiotik bezeichnet eine spezielle Lebens- und Ernährungsweise. Sie basiert auf einer fernöstlichen Philosophie. Die Philosophie orientiert sich an dem aus der Chinesischen Medizin stammenden Yin-Yang-Prinzip. Die Lebensmittel werden bei der Makrobiotik nach Gesichtspunkten der so genannten „Lehre des Weges“ eingeteilt. Eine weitere Rolle spielt auch die Zubereitung der Lebensmittel.
Die Philosophie der „Lehre des Weges“ beruht darauf, dass alles aus Energie besteht. In China nennt man dies „Chi“.
Der ökologische Anbau der Lebensmittel spielt in der Makrobiotik eine sehr große Rolle, ebenso wie eine geeignete Lebensmittelauswahl der Jahreszeit und der Klimazone entsprechend.
Vollkorngetreide, gekochtes frisches Gemüse, Sojaprodukte wie zum Beispiel Tofu, Tempeh oder Sojamilch, aber auch Sesam, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Nüsse und so weiter sind laut der Makrobiotik die wichtigsten Nahrungsmitteln, wie auch Meeresfrüchte, Algen und Fisch. Aber laut Makrobiotik müssen mehr als 50% der Nahrung Vollkorngetreide sein. Strikt abgelehnt werden Tiefkühlkost und Tiermilch, bzw. daraus hergestellte Produkte.
Die Makrobiotik unterteilt Lebensmittel in zwei Kategorien, in Yang und Yin. Tierische Produkte (Fleisch, Eier, Käse und so weiter) gelten als extrem Yang, was mit dem Wort kompakt übersetzt werden kann. Extrem Yin hingegen wären beispielsweise Lebensmittel wie Honig, Zucker, tropische Früchte, scharfe Gewürze, Kartoffeln, Paprika oder Tomaten. Tabu sind auch Kaffee und Alkohol. Nach der Auffassung der Verfechter dieser Lebens- und Ernährungsweise würde es beim Genuss dieser extremen Yang- und Yin- Produkte zu einem Ungleichgewicht von Yang und Yin und damit langfristig zu Krankheiten kommen.
Anwendung und Wirkungsweise Einige Therapeuten und Ernährungsberater preisen die Makrobiotik als Allheilmittel bei fast allen Krankheiten und Beschwerden an. Sie wird am häufigsten als eine vollwertorientierte Ernährung angewandt, als vorbeugende Maßnahme. Die Heilkraft einer nach den makrobiotischen Regeln zusammengestellten Kost ist wissenschaftlich nicht belegt.
Nachteile und Risiken Die makrobiotische Ernährungsweise wird nicht von jedem vertragen. Bei Kindern sollte sie nur unter ärztlicher Aufsicht angewandt werden. Auch bei Erwachsenen sollte die Makrobiotik über längere Zeit hinweg nicht in ihrer extremsten Form ausgeübt werden.
Die makrobiotische Ernährungsweise ist nämlich einseitig, energie- und kalziumarm. Sie kann zu Mangelerscheinungen und Darmbeschwerden führen. Die individuelle Bekömmlichkeit sollte daher geprüft werden.
Kosten Entscheidet man sich für eine makrobiotische Ernährungsweise, hat man schon beim Lebensmitteleinkauf mit höheren Ausgaben zu rechnen, da man ja Lebensmittel aus ökologischem Anbau haben möchte. Und die sind ja im Naturkostladen bekanntlich etwas teurer als im Supermarkt um die Ecke.
Entscheidet man sich ohne krankheitsbedingten Hintergrund einen Ernährungsberater aufzusuchen, wozu vor dem Beginn der Ernährung nach der Makrobiotik dringend zu raten ist, muss man die Kosten hierfür selber tragen. Liegt eine medizinische Notwendigkeit vor, die Ernährung umzustellen, werden die Kosten für eine Ernährungsberatung von der Krankenkasse übernommen.
|