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Blutegel & Blutegelbehandlung |
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Alternative Medizin -
Therapien
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Blutegel & BlutegelbehandlungDie Behandlung Bereits die Germanen setzten Blutegel in der Medizin ein. Auch heute werden Blutegel in der alternativen Medizin eingesetzt. Bei der Behandlung sucht ein erfahrener Therapeut zunächst die zu behandelnden Stellen aus. Wie viele Blutegel bei der Behandlung zum Einsatz kommen, ist von der Größe, dem Gewicht, das Alter und dem Gesundheitszustandes des Patienten abhängig.
Um die ausgewählte Stelle werden in der Regel mehrere Blutegel gesetzt, jedoch nie direkt auf die Entzündung. Auf der Haut sprüht der Blutegel zunächst eine Art „Weichmacher“ auf die Haut, um die Poren dieser zu öffnen. Anschließend wird
die Haut mit seinen Zahnfeilen aufgeraspelt; die Stelle gleicht einem Dreistern. Nun gibt der Egel seinen Speichel in diese Öffnung. Vom Patienten selbst wird nur das „Aufraspeln“ der Haut gespürt. Insgesamt kann der Blutegel 2-10 Milliliter Blut aufnehmen. Anschließens löst er sich automatisch und fällt ab.
In einigen Fällen sind die Blutegel zu träge, um sich fallen zu lassen, dann wird der Therapeut den Blutegel vorsichtig lösen. Die Behandlung mit Blutegeln dauert etwa 60 bis 90 Minuten.
Die Blutegel Die Blutegelbehandlung findet gerade in der heutigen Zeit einen enormen Zuspruch und eine Art Wiedergeburt. Viele Menschen lassen sich von den ekligen kleinen Tierchen abschrecken und sind nicht bereit, sich von diesen beißen zu lassen. Eines kann jedoch garantiert werden: Die Blutegel, die bei der Therapie zum Einsatz kommen, werden nicht aus irgendeinem Teich gefischt, indem alle möglichen Stoffe und Keime schwimmen. Sie werden speziell für die Medizin gezüchtet und häufig vor der Behandlung noch in einem separaten Quarantänebecken kontrolliert.
Blutegel können direkt über die Apotheke bezogen werden.
Anwendungsgebiete Eine Blutegelbehandlung wird insbesondere bei Krampfaderleiden und Thrombosen, die chronisch, wiederkehrend sind, empfohlen. Zudem findet die Blutegelbehandlung auf vielen weiteren Gebieten Anwendung: Menstruationsstörungen, lokale Infektionen (die therapieresistent sind), Nasennebenhöhlenentzündungen, Arthrose, Gürtelrose, Wundheilungsstörungen, Furunkeln, Karbunkeln und Brustdrüsenentzündungen.
Wirkstoffe und Wirkungsweise Im Speichel des Blutegels finden sich verschiedene Substanzen, die gerinnungshemmend, antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Für die Hemmung der Blutgerinnung sorgt der enthaltene Wirkstoff Hirudin. Das enthaltene Calin hemmt zwar auch die Blutgerinnung, bewirkt aber in erster Linie das Nachbluten, wodurch die Wunde gereinigt wird. Hier spricht man vom sanften Aderlass.
Die Hyaluronidase bereiten den Weg für die heilsamen Substanzen vor. Bei der Gerinnungshemmung des Blutes wirken zudem die Wirkstoffe Apyrase, Bdellin, Egline und Kollagenase mit. Diese Stoffe verfügen über weitere Eigenschaften, wie zum Beispiel die entzündungshemmende Wirkung.
Kosten Die Kosten der Behandlung mit Blutegel werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern sind vom Patienten selbst zu übernehmen. Die Kosten schwanken und richten sich auch danach, wie viele Blutegel zum Einsatz kommen. In der Regel liegen die Kosten für eine Behandlung zwischen 120 und 180 Euro.
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